Variante der Eurofighter Typhoon
Eurofighter Typhoon C.16 Typhoon
C.16 ist die Bezeichnung des spanischen Luft- und Raumfahrtheeres für den einsitzigen Eurofighter Typhoon, der seit 2004 beim Ala 11 in Morón und seit 2012 beim Ala 14 in Albacete im Dienst steht.
Eintrag zur Eurofighter Typhoon
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Geschichte
C.16 ist die Bezeichnung, die das spanische Luft- und Raumfahrtheer (Ejército del Aire y del Espacio) dem einsitzigen Eurofighter Typhoon zuweist; der zweisitzige Doppelsitzer trägt die Bezeichnung CE.16. Die Maschinen tragen Verbandscodes der Form 11-XX, 14-XX und 462-XX je nach zugehörigem Geschwader und sind heute auf den Luftwaffenstützpunkt Morón (Sevilla), Heimat des Ala 11, und den Luftwaffenstützpunkt Los Llanos (Albacete), Heimat des Ala 14, verteilt. Spanien war dem europäischen Programm 1985 beigetreten mit dem Ziel, seine französischen Mirage F1 zu ersetzen; die spanische Bestellung umfasste 73 Flugzeuge, davon 14 Doppelsitzer.
Die Indienststellung der C.16 veränderte die spanische Jagdflugzeugflotte grundlegend: Die F/A-18 des Ala 11 wurden zum Ala 46 auf dem Luftwaffenstützpunkt Gando auf den Kanarischen Inseln verlegt, und im Mai 2004 trafen die ersten drei Eurofighter vom EADS-CASA-Werk in Getafe in Morón ein, zusammen mit den ersten auf dem neuen Waffensystem ausgebildeten Piloten und Technikern. Mit ihnen wurde die 113. Umschulungsstaffel (Escuadrón de Conversión Operativa) gegründet, die jeder künftige Typhoon-Pilot durchläuft, während die 111. Staffel die Aufgaben der Luftverteidigung und des Luft-Boden-Einsatzes übernahm. Der Typ wurde im Oktober 2004 offiziell in Dienst gestellt, und 2008 qualifizierte sich das Geschwader für den Alarmrottendienst (Quick Reaction Alert, QRA) und übernahm damit Spaniens ständige Luftverteidigungsverpflichtungen. Die Funkrufzeichen der Staffeln sind Dólar (111.) und Gallo (113.).
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Die Auslieferungen erfolgten gestaffelt über drei Produktionstranchen: 17 Flugzeuge der Tranche 1 zwischen 2003 und 2007, 34 Flugzeuge der Tranche 2 zwischen 2008 und 2016 und 20 Flugzeuge der Tranche 3 zwischen 2015 und 2020. Im April oder Mai 2012 – die Quellen weichen beim Monat voneinander ab – trafen die ersten C.16 des Ala 14 in Albacete ein und wurden der 142. Staffel (Rufzeichen Dardo) zugeteilt, wo sie die Mirage F1 ersetzten: Der Veteranenjäger flog im Oktober jenes Jahres seinen letzten Alarmdienst, der Eurofighter übernahm den Alarmdienst im Februar 2013, und die F1 wurde am 23. Juni 2013 offiziell außer Dienst gestellt. Im September 2017 kam die C.16 auch zur 141. Staffel (Rufzeichen Chico), und im Januar 2020 traf das letzte Flugzeug der ursprünglichen Bestellung beim Geschwader ein. Das Ala 14 betreibt 31 Typhoon auf seine beiden Staffeln verteilt.
Der erste tödliche Unfall eines Eurofighters bei irgendeiner Luftwaffe ereignete sich am 24. August 2010 in Morón, als ein zweisitziges Schulflugzeug während eines Übungsflugs abstürzte: Der Flugschüler, ein saudischer Pilot, kam ums Leben, der spanische Fluglehrer schoss sich mit dem Schleudersitz ab. 2020 zwangen Bauarbeiten an der Startbahn von Los Llanos die Eurofighter des Ala 14 für mehr als drei Monate zum Umzug nach Morón, in zwei aufeinanderfolgenden Phasen von 18 und dann rund zwanzig Flugzeugen; die Rückkehr wurde im November abgeschlossen, und das Projekt umfasste ein neues einziehbares Fangseil von Safran mit einem Budget von knapp über 1,5 Millionen Euro.
Der erste operative Auslandseinsatz der C.16 fand in den ersten vier Monaten des Jahres 2015 statt, als das Ala 11 nach Teilnahme an der Übung Frisian Flag in Leeuwarden nach Ämari (Estland) für die NATO-Mission Baltic Air Policing verlegte. 2017 flogen acht Typhoon von Ala 11 und Ala 14 zur Übung Red Flag in Nevada – das erste Mal, dass der spanische Eurofighter dem F-18 für diese Übung vorgezogen wurde – und das Ala 14 kehrte 2020 zurück. Die Albacete-C.16 haben zudem die alliierte Luftraumüberwachung in Litauen (2016 und 2021), Bulgarien und Estland (2022) sowie Rumänien (2024) übernommen, während die Morón-Flugzeuge zwischen April und September 2018 in Šiauliai stationiert waren. Im Juni und Juli 2024 absolvierten vier Eurofighter des Ala 14 während der Übung Pacific Skies den ersten Weltumrundungsflug in der Geschichte der Truppe.
Das CLAEX-Zentrum in Torrejón leitet die Modernisierung der Flotte: Aktualisierungen der Flugsteuerungs- und Mensch-Maschine-Schnittstellensoftware, mit Tranche 2 und 3 austauschbare Ausrüstung für die Tranche-1-Flugzeuge, IFF, den Litening-III-Behälter und Luft-Boden-Waffen wie die Mk 83 und GBU-48. Das Flugzeug verfügt über dreizehn Außenstationen und setzt Lenkflugkörper vom Typ AMRAAM, AIM-9L, IRIS-T und Meteor, lasergelenkte Bomben vom Typ JDAM und Paveway II sowie eine 27-mm-Mauser-Kanone ein; im November 2023 wurde die Integration der Brimstone-Rakete angekündigt, im September 2025 die erste national entwickelte Software für die Flugzeuge der Tranche 2 und 3. Am 14. Dezember 2021 genehmigte der Ministerrat das Projekt Halcón zum Ersatz der F/A-18 in Gando, das am 24. Juni 2022 als Bestellung von 20 Flugzeugen der Tranche 4 (16 Einsitzer und 4 Doppelsitzer) mit elektronisch gescanntem Radar bestätigt wurde. Im September 2023 fügte das Programm Halcón II weitere 25 Flugzeuge (21 Einsitzer und 4 Doppelsitzer) zum Ersatz der EF-18M hinzu, der Vertrag mit der NETMA wurde am 20. Dezember 2024 unterzeichnet. Laut der herangezogenen Quelle waren die ersten Eurofighter für das Ala 46, die vom Ala 14 abgestellt werden, für den 26. Juni 2026 vorgesehen.
Multimedia
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