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Warum „heulte" der Vulcan bei Flugshows?
Kurze Antwort
Wegen der Anordnung seiner Lufteinlässe. Bei rund 90 % Leistung erzeugten die Triebwerke des Vulcan ein charakteristisches, heulendes Geräusch, das durch die Form der in die Flächenwurzel integrierten Lufteinlässe verursacht wurde, und dieser Klang wurde zu einer der Attraktionen bei Flugshows.

Der Klang der Vulcan
Viele britische Luftfahrtfans erkannten die Vulcan, bevor sie sie überhaupt sahen. Bei etwa 90 % Leistung erzeugten ihre Triebwerke ein sehr charakteristisches, heulendes Geräusch, das zu einer der Attraktionen öffentlicher Flugshows wurde.
Eine Frage der Lufteinlässe
Der Ursprung des Heulens lag nicht im Triebwerk selbst, sondern in der Art seiner Luftzufuhr. Die vier Bristol-Olympus-Strahltriebwerke waren paarweise auf beiden Seiten des Bombenschachts im Flügel eingebettet und atmeten durch große, in die Flächenwurzel integrierte Lufteinlässe. Laut der Beschreibung des Flugzeugs war die Anordnung dieser Einlässe für das besondere Geräusch verantwortlich, das die Triebwerke bei dieser Leistungseinstellung erzeugten.
Die Olympus-Triebwerke
Der Olympus trieb die Vulcan während ihrer gesamten Einsatzzeit an, in immer leistungsstärkeren Versionen. Der zweite Prototyp flog mit Olympus-100-Triebwerken mit 10.000 lbf (44 kN), und die letzten B.2 wurden mit Olympus-301-Triebwerken mit 20.000 lbf (89 kN) ausgeliefert. Aus derselben Triebwerksfamilie entstanden der mit Nachbrenner ausgerüstete Olympus für den eingestellten TSR-2 sowie der Olympus 593 der Concorde.
Der Klang begleitete die Vulcan bis in ihre letzte Phase. Nach ihrer Ausmusterung aus der RAF wurde die XH558, umbenannt in The Spirit of Great Britain, für Vorführflüge restauriert, und ihr Heulen war bis 2015 wieder über britischen Flugshows zu hören.
Das Flugzeug entstand aus der Spezifikation B.35/46 des britischen Versorgungsministeriums. Der erste Prototyp flog am 30. August 1952, und die RAF erhielt ihre erste Vulcan B.1 im September 1956. Die Auslieferung der stark verbesserten Vulcan B.2 begann 1960, und das letzte Exemplar erreichte die RAF im Januar 1965.
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