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War die F-104G der erste Serienjäger mit Inertialnavigation?

Kurze Antwort

Mit Einschränkungen: Das LN3-2A von Litton war das erste Inertialnavigationssystem, das klein, leicht und präzise genug für einen Hochleistungsjäger war. Erst die Entwicklung der F-104G um 1959 brachte es ins Flugzeug. Boeings eigene Firmengeschichte schreibt dagegen dem REINS das erste INS in einem Serienflugzeug zu.

War die F-104G der erste Serienjäger mit Inertialnavigation?
Rechte Seitenansicht der F-104

Das LN-3 von Litton

Das LN-3 war ein in den sechziger Jahren von Litton Industries entwickeltes Inertialnavigationssystem. Seine Variante LN3-2A war das erste Inertialnavigationssystem, das klein, leicht und präzise genug war, um in einen Hochleistungsjäger eingebaut zu werden. Das Gerät wurde schließlich in den Versionen der Lockheed F-104 Starfighter verbaut, die von europäischen Luftstreitkräften als Angriffsflugzeuge eingesetzt wurden.

Vom Auftrag zu 2.000 Einheiten

Mitte 1956 vergab die Wright Air Force Base an Litton Industries einen Auftrag über rund 300.000 Dollar. Das System war fertig und Ende 1958 bereit für die Flugerprobung. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erhielt Litton Industries einen Auftrag zur Lieferung von 2.000 Systemen für die F-104 der NATO.

Was genau die Premiere war

Erst die Entwicklung der F-104G um 1959, bestimmt für europäische Luftstreitkräfte mit taktischer Bomber- und Angriffsfähigkeit, brachte das LN-3 ins Flugzeug. Die Pionierrolle des LN3-2A bezieht sich auf Größe, Gewicht und Präzision, die für einen Hochleistungsjäger erforderlich waren. Boeings eigene Firmengeschichte behauptet dagegen, das REINS sei die erste Inertialnavigation in einem Serienflugzeug gewesen. Das LN-3 blieb damit an die Angriffsvarianten des europäischen Starfighter gebunden.

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