Mercury Atlas 7: Astronaut Scott Carpenter was the sixth human and the fourth American in space
Video des Kanals Omega Ordained über Mercury-Atlas 7, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 12:01. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.
Worum es geht
Erzählerischer Rückblick auf die Mission MA-7, den vierten Flug des Mercury-Programms, gestartet am 24. Mai 1962. Dabei umrundete Scott Carpenter in der Kapsel Aurora 7 dreimal die Erde und wurde zum sechsten Menschen und vierten Amerikaner im Weltraum. Das Video zeigt die Vorbereitung, die Experimente, den Flug, den Wiedereintritt und die Bergung.
Historischer Kontext
Die Mission nutzte das Mercury-Raumschiff Nummer 18, das am 15. November 1961 nach Cape Canaveral geliefert wurde, sowie die Atlas 107-D. Die Rakete verließ das Convair-Werk in San Diego am 25. Februar 1962. Anpassungen am Temperatursensor und am Bremsfallschirm-Stromkreis verzögerten den Start bis Mai. Ein Netz aus fünfzehn Mercury-Stationen deckte den Flug ab.
Wichtige Fakten
Der Flug war auf Wissenschaft ausgerichtet. Carpenter untersuchte Flüssigkeiten in Schwerelosigkeit und fotografierte die Erde. Außerdem ließ er einen 30 Zoll großen Mylar-Ballon los, der mit einer 100 Fuß langen Leine an der Kapsel befestigt war – ein Experiment, das nur teilweise gelang; eine vom Boden aus gestartete Leuchtrakete konnte er dagegen nicht beobachten. Beim Anstoßen an die Kabinenwand entdeckte er, dass die von Glenn beobachteten „Glühwürmchen" Eispartikel waren, die sich von der Außenhülle des Raumschiffs gelöst hatten. Er verbrachte 4 Std. 39 Min. 32 Sek. in Schwerelosigkeit. Der Nick-Horizontsensor fiel aus. Zehn Minuten lang nutzte er gleichzeitig manuelle und automatische Steuerung, was Lageregelungstreibstoff verschwendete. Er zündete die Bremsraketen drei Sekunden zu spät und wasserte 250 Meilen vom geplanten Punkt entfernt, nordöstlich von Puerto Rico. Er wurde vom Flugzeugträger USS Intrepid geborgen. Kraft kritisierte sein Treibstoffmanagement, und Carpenter verließ 1964 das Raumfahrtprogramm, um sich dem SEALAB-Programm der Marine anzuschließen. Die Kapsel wird im Museum of Science and Industry in Chicago ausgestellt.
