Warum die Vickers VC10 Großbritanniens Antwort auf die Boeing 707 war und warum die RAF sie bis 2...

Flight Heritage · 24. September 2026 · 11:08 · Englisch · Dokumentation

Video des Kanals Flight Heritage über Vickers VC10, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 11:08. Sprache: Englisch. Videotyp: Dokumentation.

Worum es geht

Diese Dokumentation vergleicht die Vickers VC10 mit der Boeing 727. Beide tragen ihre Triebwerke im Heck, wurden aber zur Lösung unterschiedlicher Probleme entwickelt und hatten sehr unterschiedliche kommerzielle Ergebnisse.

Historischer Kontext

BOAC flog nach Afrika und in den Nahen Osten, zu hochgelegenen, heißen Flughäfen wie Nairobi und Khartum, wo eine beladene Boeing 707 mit vertretbarer Nutzlast kaum starten konnte. Sir George Edwards, Geschäftsführer von Vickers-Armstrongs, entwarf die VC10 für dieses Streckennetz. Der Prototyp, geflogen von G. R. „Jock" Bryce und Brian Trubshaw, startete am 29. Juni 1962 von Brooklands. Bei Boeing kam Jack Steiner mit der 727 zu einer ähnlichen Anordnung, die Düsenflugzeuge in kleine amerikanische Städte bringen sollte.

Wichtige Fakten

Da alle vier Rolls-Royce-Conway-Triebwerke im Heck saßen, blieb der Flügel frei und die Kabine war leise – auf Kosten von mehr Gewicht und höherem Verbrauch als bei der 707. Die VC10 ging am 29. April 1964 bei BOAC in Dienst, die verlängerte Super VC10 folgte im April 1965. Es wurden 32 Standard-VC10 und 22 Super VC10 gebaut, gegenüber 1.832 Boeing 727. Bestellkürzungen der BOAC führten zum Rücktritt ihres Vorsitzenden und ihres Geschäftsführers, Sir Basil Smallpiece. Die Produktion endete 1970, der letzte planmäßige Passagierflug fand 1981 statt, und die RAF musterte ihre letzte VC10 am 20. September 2013 aus.