Variante der Hawker Siddeley Harrier
Hawker Siddeley Harrier Harrier T.60
Zweisitziger Trainer der indischen Marine, zusammen mit den einsitzigen Sea Harrier FRS Mk.51-Jägern beschafft, um ihre Bordpiloten auszubilden. Er trug die Avionik-Ausrüstung des Einsitzers mit Ausnahme des Blue-Fox-Radars, und seine größere Länge zwang dazu, ihn diagonal auf den Hangar-Aufzug des Flugzeugträgers INS Viraat zu stellen. Zu den werksseitig gelieferten Maschinen kamen später zwei britische T Mk.4 hinzu, die auf den Standard T Mk.60 gebracht wurden.
Eintrag zur Hawker Siddeley Harrier
Geschichte
Ein Doppelsitzer für die indische Sea Harrier
Als die indische Marine die Sea Harrier FRS Mk.51 für ihre Bordfliegerei übernahm, bestellte sie auch eine zweisitzige Trainerversion, bezeichnet als T Mk.60. Die ersten beiden, IN651 und IN652, wurden am 15. und 16. März 1984 ausgeliefert, als erst die ersten drei Einsitzer eingetroffen waren; die IN653 folgte im April 1990 und die IN654 im Januar 1992.
Ausrüstung und Leben an Bord
Der Trainer behielt die Avioniksysteme des einsitzigen Jägers bei, mit Ausnahme des Ferranti-Blue-Fox-Radars, das für die Ausbildung entbehrlich war. Sein längerer Rumpf hatte praktische Folgen an Bord: wie der andere Doppelsitzer der Flotte musste er diagonal auf den Hangar-Aufzug des Flugzeugträgers INS Viraat gestellt werden, damit er hineinpasste.
Von der SHOFTU zur 552. Staffel
Die Ausbildung der Sea-Harrier-Piloten begann mit der am 16. April 1990 innerhalb der Staffel INAS 300 gegründeten Einheit SHOFTU. 1991 wechselte sie als eigenständiger Flug zur INAS 551, und am 7. Juli 2005 wurde eine eigene Staffel gebildet, die INAS 552, die sich der Ausbildung von Grund auf auf diesem Typ widmete. Bis dahin war die Doppelsitzer-Flotte auf vier Maschinen geschrumpft: zwei T Mk.60 aus der Originalserie und zwei britische T Mk.4, die 2003 trotz der Zellenunterschiede auf den Standard T Mk.60 gebracht wurden. Von den bekannten Unfällen der indischen Sea-Harrier-Flotte betrafen zwei Doppelsitzer: die IN652 ging am 27. Juni 1988 verloren und eine weitere T Mk.60 am 2. August 1994.