Variante der Fokker Dr.I
Fokker Dr.I Fokker Dr.I (serie)
Serienversion des Fokker-Jagddreideckers mit rund 320 gebauten Exemplaren zwischen 1917 und 1918; berühmt als Flugzeug des Jagdfliegers Manfred von Richthofen („Roter Baron“) in seinen letzten Lebensmonaten.
- 320
- Gebaute Exemplare
- 300 km
- Reichweite
Geschichte
Der Serien-Dr.I ging unmittelbar aus dem Prototyp V.5 hervor und ging im Sommer 1917 nach der Abnahme durch das deutsche Heer (Idflieg) in Produktion; sein Fronteinsatz wird auf den 1. September 1917 datiert. Bis 1918 wurden rund 320 Exemplare gebaut (die deutsche Wikipedia nennt bis zu 420 bestellte/registrierte Flugzeuge, eine Zahl, die vermutlich auch vergebene, nicht alle ausgelieferte Werknummern einschließt; die Diskrepanz zwischen den Quellen wird hier vermerkt). Sie war mit einem neunzylindrigen Umlaufmotor Oberursel Ur.II mit 110 PS (81 kW) ausgerüstet, einem deutschen Lizenznachbau des französischen Le Rhône 9J; der Rizinusölmangel infolge der alliierten Seeblockade zwang zum Einsatz minderwertiger Ersatzschmierstoffe (wie „Voltol“), die die Motorlebensdauer verkürzten und die Höhenleistung beeinträchtigten. Ein Teil der Flotte, besonders bei Einheiten mit Nachschubschwierigkeiten, flog mit erbeuteten Original-Le-Rhône-Motoren, die zuverlässiger waren als der Ur.II. Zwischen Mitte September und Anfang November 1917 zwang eine Serie tödlicher Unfälle durch Strukturversagen der oberen Tragfläche zur vorübergehenden Außerdienststellung der Flotte: Am 29. Oktober 1917 stürzte der Jagdflieger Heinrich Gontermann bei einem Kunstflugmanöver ab, als sich sein Dreidecker in der Luft auflöste, und zwei Tage später, am 31. Oktober, brach Günther Pastor im Horizontalflug der Flügel. Die Untersuchung ergab, dass mangelhafte Bauausführung und fehlender wasserabweisender Lack der oberen Tragfläche zugelassen hatten, dass Feuchtigkeit die Rippen beschädigte, die sich auflösten und zum Ablösen der Querruder führten. Die Produktion wurde gestoppt, während Fokker die Rippen verstärkte und den Anstrich der Flügeloberflächen verbesserte; die Quellen weichen beim genauen Datum der Wiederindienststellung voneinander ab (28. November 1917 laut englischer Wikipedia, Februar 1918 laut deutscher), stimmen jedoch in der technischen Ursache überein. Die Bewaffnung bestand aus zwei starren, synchronisierten 7,92-mm-Maschinengewehren Spandau LMG 08/15, die durch den Propellerkreis feuerten; als reines einsitziges Jagdflugzeug hatte sie keine externe Waffenlast- oder Passagierkapazität.