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Wie schnell umkreisen satelliten die erde?

Kurze Antwort

Je niedriger die Bahn, desto schneller: Die ISS fliegt in rund 400 Kilometern Höhe mit etwa 28.000 km/h und braucht für einen Umlauf etwa 90 Minuten. Geostationäre Satelliten in 35.786 Kilometern Höhe sind deutlich langsamer und brauchen für eine Runde genau einen Tag.

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Die Höhe bestimmt das Tempo

Ein Satellit hält sich nicht durch Antrieb oben, sondern durch Geschwindigkeit: Er fällt ständig zur Erde und fliegt dabei so schnell seitwärts, dass er an ihr vorbeifällt. Wie schnell er dafür sein muss, hängt von der Bahnhöhe ab. Je näher an der Erde, desto stärker zieht sie, und desto höher muss das Tempo sein – hohe Bahnen sind langsam, niedrige rasend schnell. Deshalb gibt es auf die Frage nach der Geschwindigkeit keine einzelne Zahl, sondern eine Skala, auf der jede Bahnhöhe ihren eigenen Wert hat.

Niedriger Erdorbit: rund 28.000 km/h

Das anschaulichste Beispiel ist die Internationale Raumstation in rund 400 Kilometern Höhe: Sie bewegt sich mit etwa 28.000 km/h und umrundet die Erde in etwa 90 Minuten. In ähnlichen Höhen kreisen Erdbeobachtungs- und Wettersatelliten sowie die großen Konstellationen für Internetzugang. Für Bodenstationen bedeutet dieses Tempo, dass ein einzelner Satellit nur wenige Minuten am Himmel steht, bevor der nächste übernimmt. Weil die Restatmosphäre dort noch bremst, verlieren solche Satelliten langsam an Höhe und verglühen, wenn sie nicht nachgesteuert werden.

Geostationär: eine Runde pro Tag

Ganz anders sieht es 35.786 Kilometer über dem Äquator aus. Dort braucht ein Satellit für einen Umlauf so lange, wie sich die Erde einmal um sich selbst dreht, und steht vom Boden aus gesehen scheinbar still – die Grundlage für Fernseh- und Wettersatelliten mit fest ausgerichteten Antennen. Sein Bahntempo ist deutlich geringer als im niedrigen Orbit. Dazwischen liegen mittlere Bahnen, in denen etwa Navigationssatelliten wie Galileo oder GPS kreisen; sie brauchen für einen Umlauf mehrere Stunden.

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