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Wie lange können satelliten im all bleiben?

Kurze Antwort

Von Monaten bis Jahrhunderten, je nach Bahnhöhe. In niedrigen Umlaufbahnen bremst die Restatmosphäre, und ohne Korrekturmanöver stürzt ein Satellit ab; weiter oben bleibt er praktisch unbegrenzt: Vanguard 1, gestartet am 17. März 1958, kreist noch. Die US-Behörde FCC beschloss 2022 eine Entsorgungsfrist von fünf Jahren nach Missionsende.

Wie lange können satelliten im all bleiben?
Satellite, Pioneer I, Reconstructed Replica

Reibung entscheidet unten

In niedrigen Bahnen endet die Atmosphäre nicht, sie wird nur dünn. Diese Restluft bremst, die Bahn sinkt, und irgendwann verglüht der Satellit. Wie schnell das geht, hängt an der Höhe, an Form und Masse des Körpers und an der Sonnenaktivität: Ein aktiver Sonnenzyklus heizt die Hochatmosphäre auf, sie dehnt sich, und die Bremswirkung steigt. Die Internationale Raumstation muss deshalb regelmäßig angehoben werden; ohne diese Manöver würde sie von selbst absinken.

Oben bleibt fast alles

Höher heißt länger: aus Monaten werden Jahrzehnte und Jahrhunderte. Über einigen hundert Kilometern reicht die Bremsung kaum noch aus, um eine Bahn in absehbarer Zeit zu räumen, und im geostationären Ring bleibt ein Satellit praktisch für immer. Der älteste Beleg fliegt seit Jahrzehnten über unseren Köpfen: Vanguard 1, gestartet am 17. März 1958, ist längst funkstill, kreist aber weiter und ist damit das älteste von Menschen gebaute Objekt im Weltraum.

Nicht die Bahn, der Treibstoff

Die praktische Lebensdauer bestimmen der Treibstoff für die Lagehaltung, alternde Solarzellen und Batterien sowie ausfallende Elektronik. Geostationäre Satelliten werden am Ende in eine Friedhofsbahn oberhalb des Rings geschoben, niedrige sollen gezielt in die Atmosphäre eintreten. Weil zu viel Schrott zurückbleibt, verschärfen Regulierer die Fristen: Die US-Behörde FCC beschloss 2022 eine Entsorgungsfrist von fünf Jahren nach Missionsende für tiefe Bahnen, deutlich strenger als die früheren Leitlinien. Servicefahrzeuge, die im geostationären Ring angedockt haben, verlängern Betriebszeiten inzwischen auch von außen.

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