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Wie lange funktionieren satelliten?
Kurze Antwort
Satelliten enden meist dann, wenn der Treibstoff für Bahn- und Lagekorrekturen aufgebraucht ist; Strahlung, alternde Batterien und Solarzellen setzen die zweite Grenze. Für neue Satelliten in niedrigen Bahnen verlangt die US-Aufsicht FCC seit 2022 die Entsorgung binnen fünf Jahren nach Dienstende. Ausreißer halten Jahrzehnte: Voyager 1 sendet seit 1977.
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Was einen Satelliten altern lässt
Die harte Grenze ist fast immer der Treibstoff. In der geostationären Bahn muss die Position laufend nachkorrigiert werden, in niedrigen Bahnen bremst die Restatmosphäre und zwingt zum Anheben der Bahn. Parallel altert alles andere: Solarzellen verlieren unter Strahlung an Leistung, Batterien vertragen nur eine begrenzte Zahl an Lade- und Entladezyklen, Drallräder verschleißen in den Lagern, und energiereiche Teilchen beschädigen Elektronik. Redundante Bauteile verlängern den Dienst, ersetzen aber keinen leeren Tank.
Geplantes Ende statt Ausfall
Gut geführte Betreiber halten am Schluss Treibstoff zurück, um den Satelliten aktiv zu entsorgen. In der geostationären Bahn wird er in einen Friedhofsorbit oberhalb des Verkehrs geschoben, aus niedrigen Bahnen gezielt in die Atmosphäre gelenkt, wo er verglüht. Seit 2022 verlangt die US-Regulierung, dass neue Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen binnen fünf Jahren nach Dienstende verschwinden; in Europa treibt die Raumfahrtagentur einen vergleichbar strengen Ansatz voran. Wer zu lange wartet, riskiert Steuerungsverlust – und ein manövrierunfähiges Wrack wird zum Trümmerrisiko für alle anderen.
Die Ausreißer nach oben
Einzelne Raumfahrzeuge halten weit länger durch. Voyager 1 startete am 5. September 1977 und sendet noch immer, weil es Radioisotopengeneratoren statt Solarzellen nutzt und im interstellaren Raum keine Bahn halten muss; abgeschaltet werden dort seit Jahren nur einzelne Instrumente, um Strom zu sparen. Auch das Weltraumteleskop Hubble blieb ungewöhnlich lange nutzbar, weil Besatzungen es im Orbit mehrfach reparierten und nachrüsteten.
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