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Wie hoch fliegen astronauten?

Kurze Antwort

Astronauten fliegen sehr unterschiedlich hoch. Die Internationale Raumstation zieht ihre Bahn in rund 400 Kilometern Höhe, suborbitale Touristenflüge enden knapp jenseits der oft genannten 100-Kilometer-Grenze, und die Apollo-Besatzungen flogen bis zum Mond, der im Mittel 384.400 Kilometer entfernt ist.

Wie hoch fliegen astronauten?
STS-135 final flyaround of ISS 1

Der Alltag spielt in rund 400 Kilometern Höhe

Fast alle Menschen, die heute im All arbeiten, tun das auf der Internationalen Raumstation. Sie zieht ihre Bahn in rund 400 Kilometern Höhe. Diese Höhe ist ein Kompromiss: Tiefer bremst die Restatmosphäre die Station zu stark ab, höher wird der Transport teurer und die Strahlenbelastung steigt. Selbst dort oben ist die Luft nicht ganz verschwunden – die Station verliert durch den Widerstand ständig an Höhe und muss regelmäßig von angedockten Raumschiffen angehoben werden.

Wo das All beginnt

Für suborbitale Flüge gilt eine andere Messlatte. International wird häufig die Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe als Grenze des Weltraums genannt; US-Behörden zogen die Linie traditionell tiefer. Touristische Raketenflüge steigen entsprechend auf Höhen um diese Marke und fallen sofort wieder zurück. Sie erreichen keine Umlaufbahn, weil dafür nicht die Höhe, sondern die seitliche Geschwindigkeit entscheidend ist. Wer dort oben war, gilt in vielen Statistiken als Astronaut, hat aber nur Minuten der Schwerelosigkeit erlebt.

Die Ausnahme: der Mond

Deutlich weiter kamen nur die Apollo-Besatzungen, die Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre zum Mond aufbrachen. Der Mond ist im Mittel 384.400 Kilometer von der Erde entfernt; diese Flüge sind bis heute die einzigen bemannten Missionen jenseits des niedrigen Erdorbits geblieben. Das Artemis-Programm soll Besatzungen wieder in diese Entfernung bringen. Alles andere, was Menschen im All tun, spielt sich in der vergleichsweise dünnen Schale knapp über der Atmosphäre ab, in der auch die meisten Satelliten kreisen.

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