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Wie teuer ist ein nasa raumanzug?

Kurze Antwort

Einen Katalogpreis gibt es nicht. Die NASA beziffert in einem Bericht ihrer Innenrevision die Entwicklung der Anzüge der nächsten Generation auf über 420 Millionen US-Dollar seit 2007 und erwartete bis 2025 eine Gesamtinvestition von mehr als einer Milliarde Dollar (Daten von April 2021).

Wie teuer ist ein nasa raumanzug?
ISS-36: Der defekte Helm des Raumanzugs Extravehicular Mobility Unit (EMU)

Warum es keinen Stückpreis gibt

Raumanzüge sind keine Katalogware. Die NASA kaufte nie eine Serie vergleichbarer Exemplare, sondern ließ über Jahrzehnte kleine Stückzahlen entwickeln, umbauen und warten. Die Anzüge, in denen Astronauten heute die Internationale Raumstation verlassen, stammen noch aus der Space-Shuttle-Ära; sie werden seither überholt, neu zertifiziert und in Teilen neu gefertigt. Historische Vergleichszahlen kursieren zwar im Netz, stammen aber meist aus alten Entwicklungsbudgets und lassen sich weder auf heutige Preise noch auf ein einzelnes Exemplar übertragen.

Was die Entwicklung gekostet hat

Belastbar sind stattdessen Programmkosten. Die Innenrevision der NASA prüfte 2021 die Entwicklung der Anzüge der nächsten Generation und kam auf mehr als 420 Millionen US-Dollar, die die Behörde seit 2007 dafür ausgegeben hatte; bis 2025 erwartete sie eine Gesamtinvestition von über einer Milliarde Dollar (Daten von April 2021). In dieser Summe stecken Prototypen, Tests, mehrere wieder verworfene Konzepte und die Arbeit zahlreicher Zulieferer. Ein Anzug ist technisch ein Raumschiff in Menschenform: Druckhülle, Lebenserhaltung, Kühlung, Funk und Werkzeugschnittstellen in einem.

Vom Eigenbau zum eingekauften Dienst

Seit 2022 geht die NASA einen anderen Weg: Sie lässt Anzüge von Unternehmen entwickeln und betreiben und kauft deren Nutzung als Dienstleistung ein. Axiom Space liefert den Anzug für die erste Mondlandung des Artemis-Programms, Collins Aerospace arbeitete an einem Nachfolger für Einsätze außerhalb der Raumstation. Der Vorteil aus Sicht der Behörde: Sie trägt die Entwicklung nicht mehr allein und kann Hersteller im Wettbewerb halten. Der Nachteil für die Öffentlichkeit: Statt Stückpreisen sind nur noch Vertragsvolumen sichtbar.

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