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Wie funktioniert toilette auf der iss?
Kurze Antwort
Auf der ISS ersetzt ein Luftstrom die Schwerkraft: Ein Ventilator saugt Urin durch einen Trichter mit Schlauch und Feststoffe durch eine kleine Sitzöffnung in einen Behälter mit Beutel. Der Urin wird aufbereitet und als Trinkwasser zurückgewonnen, der Rest verglüht mit einem Frachter in der Atmosphäre.

Ein Luftstrom ersetzt die Schwerkraft
Auf der Erde erledigt die Schwerkraft die Arbeit einer Toilette. In der Schwerelosigkeit übernimmt das ein Ventilator: Er saugt Luft durch die Toilette und reißt alles mit, was hineingelangt. Die Besatzung fixiert sich mit Fußschlaufen und Haltebügeln, damit der Körper nicht davonschwebt. Filter reinigen die abgesaugte Luft, bevor sie zurück in die Kabine strömt – ohne diesen Kreislauf wären Gerüche das größte Problem an Bord. Bis das zuverlässig klappt, braucht es Übung: Neulinge trainieren am Boden an Attrappen mit einer Kamera in der Schüssel, um die richtige Sitzposition zu finden.
Urin und Feststoffe gehen getrennte Wege
Für Urin gibt es einen Trichter am Ende eines Schlauchs, den Frauen und Männer mit unterschiedlichen Aufsätzen benutzen; er lässt sich im Sitzen wie im Stehen verwenden. Feststoffe landen durch eine auffällig kleine Sitzöffnung in einem Beutel, der in einem Behälter steckt. Ist der Behälter voll, wird er verschlossen und getauscht. Die enge Öffnung ist kein Sparzwang, sondern Physik: Je kleiner der Querschnitt, desto stärker die Sogwirkung. Ausfälle sind unangenehm, aber eingeplant – Ersatzteile und Notfallbeutel liegen bereit.
Aus Abwasser wird Trinkwasser
Der Urin bleibt nicht Abfall. Er wird in die Wasseraufbereitung geleitet, dort destilliert und gemeinsam mit Kondenswasser aus der Kabinenluft zu Trinkwasser verarbeitet – ein Kreislauf, der teure Nachschubflüge spart und für künftige Mondmissionen noch wichtiger wird. Die Feststoffbehälter dagegen werden gesammelt und mit einem unbemannten Frachter entsorgt, der beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht. Neuere Modelle sind kompakter und leiser gebaut, damit sie auch in enge Raumschiffe passen.
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