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Wie erfuhr Hitler von Churchills Plan, die Fjorde bei Narvik zu verminen?
Kurze Antwort
Den Ausschlag gab der Altmark-Zwischenfall: Am 16. Februar 1940 drang der Zerstörer HMS Cossack in norwegische Hoheitsgewässer ein. Hitler deutete dies als klares Zeichen, dass auch die Alliierten die norwegische Neutralität verletzen würden, und festigte seinen Entschluss zur Invasion. Am 1. März unterschrieb er die offizielle Genehmigung.

Der Altmark-Zwischenfall
In den späten Stunden des 16. Februar 1940 drang der Zerstörer der Royal Navy HMS Cossack in norwegische Hoheitsgewässer ein. Dort ging er an Bord des deutschen Schiffs Altmark. Die Altmark hatte als Versorgungsschiff des Panzerschiffs Admiral Graf Spee gedient und versuchte, mit vom Graf Spee gefangenen Kriegsgefangenen nach Deutschland zurückzukehren, wobei sie norwegische Gewässer widerrechtlich nutzte, um die britische Blockade zu umgehen.
Die deutsche Lesart
Hitler sah in dem Vorfall ein klares Zeichen, dass auch die Alliierten bereit waren, die norwegische Neutralität zu verletzen, und war nun noch entschlossener, Norwegen anzugreifen. Die ganze Angelegenheit veranlasste die Deutschen, ihre Invasionspläne zu beschleunigen. Das Oberkommando hatte zunächst angenommen, ein neutrales Norwegen entspreche seinen Interessen. Großadmiral Erich Raeder hingegen befürwortete die Invasion.
Minen, Entscheidungen und Termine
Churchill war ein entschiedener Befürworter eines Vorgehens in Skandinavien, da er Deutschland den Zugang zu Schweden abschneiden wollte. Im Januar 1940 wurde erstmals ein weniger ambitionierter Plan genehmigt: die Verminung der südlichen Zufahrten nach Narvik. Im März kam die Idee erneut auf. Die offizielle Genehmigung der Invasion und Besetzung Dänemarks und Norwegens unterschrieb Hitler am 1. März. Die deutsche Invasion begann am 3. April 1940, als die als Handelsschiffe getarnten Versorgungsschiffe noch vor der Hauptstreitmacht in See stachen.
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