Familie: Proton · Khrunichev

Proton

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Startstatistik

431
Starts (Stand 12. Februar 2026)
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Erfolge
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Fehlschläge
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Erfolgsquote

Die Proton, als überdimensionale Interkontinentalrakete konzipiert, die nie stationiert wurde, wurde zum Schwerlastpferd des sowjetischen und später russischen Raumfahrtprogramms. Mit ihr flogen die Sonden zur Venus und zum Mars, sämtliche Salyut-Stationen, fast die gesamte Mir und die russischen Module der Internationalen Raumstation.

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Proton in den Nachrichten

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Dreiseitenansicht

Dreiseitenansicht von Schnittzeichnung
SchnittzeichnungProton in der Konfiguration für die Mondumrundungsmissionen L1 (Zond)

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Geschichte

Das Fahrzeug, dessen formale Bezeichnung UR-500 lautet, stammte aus dem Konstruktionsbüro von Vladimir Chelomei als Antwort auf die N1 von Korolev und war ursprünglich keine Trägerrakete, sondern eine ballistische Rakete, die einen thermonuklearen Sprengkopf von hundert Megatonnen über 13000 km weit tragen sollte. Die Vorstellung war selbst für die Maßstäbe des Kalten Krieges unverhältnismäßig, und in dieser Rolle wurde sie nie stationiert. Korolev stellte sich zudem offen gegen die Entwürfe von Chelomei, weil sie giftige Treibstoffe verwendeten: Die Proton verbrennt hypergole, keine kryogenen Kombinationen.

Ihr so unverwechselbares Aussehen ist eine Folge der Eisenbahn. Der zentrale Oxidatortank nimmt die größte Breite ein, die das Lichtraumprofil der Gleise zulässt, und die sechs Tanks, die ihn umgeben, führen den Brennstoff und dienen als Verankerung der Triebwerke; obwohl sie wie angesetzte Booster wirken, trennen sie sich nicht vom Zentralkörper. Die beiden ersten Stufen sind über eine Gitterstruktur verbunden, die es erlaubt, das Triebwerk der zweiten Stufe vor der Trennung zu zünden, eine Heißzündungstechnik, die Setztriebwerke erspart.

Proton
Russische Briefmarke von 2004 mit der Trägerrakete Proton

Der erste Start fand am 16. Juli 1965 statt. Eine überstürzte Entwicklung führte bis 1972 zu Dutzenden von Fehlschlägen, und das Fahrzeug schloss seine staatliche Erprobung erst 1977 ab, als ihm bereits eine Zuverlässigkeit von über 90 % zugeschrieben wurde. Ihr Entwurf blieb bis 1986 geheim: Die Öffentlichkeit hatte nur Oberstufen auf Fotografien gesehen, und die vollständige Rakete wurde erst beim im Fernsehen übertragenen Start der Mir nach außen gezeigt. Sie misst 53 m in der Höhe und 7,4 m im Durchmesser und befördert in der Größenordnung von 22,8 Tonnen in eine niedrige Umlaufbahn und rund 6,3 Tonnen in einen geostationären Transferorbit.

In ihrer dreistufigen Ausführung startete sie die Mondumrundungsflüge des Zond-Programms und die sieben Salyut-Stationen; mit der vierten Stufe Blok D schickte sie sämtliche sowjetischen Sonden der Programme Venera und Mars auf den Weg. Ab 1986 brachte sie sechs der sieben Module der Mir in die Umlaufbahn und ab 1998 die Module Zarya, Zvezda und Nauka des russischen Segments der Internationalen Raumstation sowie die beiden ersten Generationen der GLONASS-Satelliten. Die Proton-M mit Oberstufen der Briz-Familie flog erstmals 2001, und ihre kommerziellen Starts werden über International Launch Services vermarktet. Die Angara A5 löst sie in der Rolle des Schwerlastträgers ab, und neue Aufträge sind nicht zu erwarten: Die letzten geplanten Starts sind für 2029 vorgesehen.

Chronologie der Starts

DatumStartplatzProgrammErgebnisNutzlast

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Versionen

Proton (UR-500, 8K82)Proton-K (8K82K)Proton-M (8K82M)Proton LightProton-M/Briz-M Fase IIIProton Medium
Erster Start16. Juli 196510. März 19677. April 2001———
Letzter Start6. Juli 196630. März 201212. Februar 2026———
Höhe—50 m58,2 m Bester Wert dieser Zeile———
Durchmesser7,4 m Bester Wert dieser Zeile7,4 m Bester Wert dieser Zeile7,4 m Bester Wert dieser Zeile———
Masse——705.000 kg———
Startschub—10.470 kN10.532 kN Bester Wert dieser Zeile———
Stufen2—————
Nutzlast LEO—19.760 kg23.000 kg Bester Wert dieser Zeile———
Nutzlast GTO——6.300 kg Bester Wert dieser Zeile3.600 kg6.150 kg5.000 kg
WiederverwendbarNeinNeinNeinNeinNeinNein

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Bilder

Proton
Eine Proton-K startet in Baikonur mit dem Servicemodul Zvezda, 12. Juli 2000
Proton
Russische Briefmarke von 2004 mit der Trägerrakete Proton
Proton
Eine Proton-Rakete, bemalt für das Kunstprojekt WEST IN SPACELudwig Rauch (CC BY SA), vía commons
Proton
Frühe Versionen der Trägerrakete Proton-K
Proton
Modell der Proton-M im Raumfahrtpark des Kosmodroms BaikonurNikolai Bulykin (CC BY SA), vía commons
Proton
Modell der Proton-M mit der 5-Meter-NutzlastverkleidungPavel Kolotilov (CC BY SA), vía commons
Proton
Der Startkomplex der Proton-RaketePhoto by the Presidential Press Service (CC BY), vía commons
Proton
Nahaufnahme der ersten Stufe der Proton-M und ihrer Triebwerkealexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Aufrichten einer Proton-Trägerrakete in BaikonurAlex Lane from Houston, U.S. (CC BY SA), vía commons
Proton
Eine Trägerrakete Proton-M erreicht die Startrampe auf der Schienealexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Eine soeben ausgerollte Proton-M an der Startrampe von Baikonuralexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Eine für den Start vorbereitete Proton-M auf der Startrampe in Baikonuralexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Die Proton, die die Sonde Mars 96 startete
Proton
Proton-K Block-D mit dem Observatorium Granat
Proton
Die Proton-M startet die Mission ExoMars 2016, 14. März 2016Dedead (CC BY SA), vía commons
Proton
Proton-Rakete hebt mit dem Modul Zvezda von der Startrampe ab
Proton
Start des Moduls Zarya mit einer Proton-K, 20. November 1998
Proton
Start des Servicemoduls Zvezda an Bord einer Proton-K
Proton
Gateway to space 2016, Budapest, das Modell der Proton-RaketeChristo (CC BY SA), vía commons
Proton
Tor zum Weltraum 2016, Budapest, Modell der Proton-Rakete 2"Gateway to space 2016, Budapest, the Proton rocket model 2" by Christo is licensed under CC BY-SA 4.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/.
Proton
Kondensstreifen nach dem Flug der Proton-Rakete"Contrali after Proton rocket flight" by Игоревич is licensed under CC BY-SA 3.0. To view a copy of this license, visit https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/.
Proton
Proton-Rakete wird für das Projekt WEST IN SPACE bemalt, Baikonur, 1992-93Ludwig Rauch (CC BY SA), vía commons
Proton
Proton-Rakete beim Start mit dem Modul Zvezda, Baikonur, 12. Juli 2000
Proton
Start des Satelliten Blagovest am 21. Dezember 2018 — Proton MМинистерство обороны Российской Федерации (CC BY), vía commons
Proton
Ausfahrt der Proton-M-Rakete mit dem MLM-U Nauka — Proton MKatlinegrey (CC BY SA), vía commons
Proton
Proton M wird für die Ausfahrt vorbereitet, Januar 2005 — Proton Malexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Protective Cocoon Proton M — Proton Malexpgp (CC BY SA), vía commons
Proton
Launch Vehicle "Verticalization", Proton M — Proton Malexpgp (CC BY SA), vía commons
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Erste Stufe einer Proton-M-Raketealexpgp (CC BY SA), vía commons

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