Variante der North American P-51 Mustang
North American P-51 Mustang XP-51G
Experimentelle leichte Mustang NA-105 mit einem Rolls-Royce Merlin 145M (RM 14 SM): zwei noch im Bau befindliche XP-51F wurden umgebaut, bekannt für einen fünfblättrigen Propeller, den sie kaum nutzten. Eine ging als FR410 nach Großbritannien; keine ging in Serie.
Eintrag zur North American P-51 Mustang

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- Gebaute Exemplare
Geschichte
Die XP-51G war neben der XP-51F und der XP-51J einer der drei Prototypentypen des Programms der „leichten“ Mustang, das North American in der zweiten Kriegshälfte verfolgte. Am Anfang stand eine Anfrage der USAAF, warum britische Flugzeuge leichter waren als amerikanische. Die Ingenieure von North American untersuchten Bauteile und Ausrüstung der Spitfire und stellten fest, dass die britischen Lastvielfachen niedriger waren als die amerikanischen; eine Auslegung nach ihnen erlaubte es, Strukturgewicht einzusparen. 1943 schlug das Unternehmen vor, die P-51D als Modell NA-105 neu zu konstruieren, und die USAAF stimmte zu. Zu den Änderungen gehörten eine geänderte Motorverkleidung, ein vereinfachtes Fahrwerk mit kleineren Rädern und Scheibenbremsen, eine größere Haube und eine auf vier Browning-Maschinengewehre Kaliber .50 reduzierte Bewaffnung. Insgesamt fiel die Konstruktion NA-105 rund 730 kg leichter aus als die P-51D.
Auch der Flügel war neu. Als Profile dienten nun das NACA 66,2-(1.8)15.5 a=.6 an der Wurzel und das NACA 66,2-(1.8)12 a=.6 an der Spitze, ausgelegt für geringeren Widerstand als das frühere NAA/NACA 45-100, und der Grundriss wurde zu einem einfachen Trapez ohne Vorderkantenverlängerung an der Wurzel. Nach der historischen Notiz von Tom Cleaver stammte die Gewichtsersparnis aus der Vereinfachung der Struktur, dem Wegfall einiger Ausrüstung und der Verwendung neuer Werkstoffe wie Kunststoffe, während eine längere Tropfenhaube die Aerodynamik verbesserte.
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Der Eintrag in der Sammlung von Bill Pippin mit Anmerkungen von Johan Visschedijk erklärt, woher die G kam: Die USAAF bestellte zunächst fünf XP-51F (Seriennummern 43-43332 bis 43-43336) mit dem Packard V-1650-3, und noch während des Baus wurden die letzten beiden zu XP-51G umgebaut und mit einem Rolls-Royce Merlin 145M von 1.910 PS, rund 1,42 MW, ausgerüstet. Dieser Motor ist es, der die Bezeichnung bestimmt: Der RM 14 SM gehörte zur „Niedrighöhen“-Baureihe Merlin 100, aus der Rolls-Royce später den RM 17 SM ableitete. Das erste Flugzeug des Paares, 43-43335 (Werknummer 105-25931), ist in dieser Sammlung unter der Referenz APS No. 4485 abgebildet.
Der Propeller ist das andere Merkmal, das mit der XP-51G verbunden wird. Die Variantentabelle im Wikipedia-Artikel zur P-51 beschreibt sie als leichte Version mit „fünfblättrigem Propeller“. Der Pippin-Eintrag identifiziert ihn als Rotol und relativiert das Bild: Der fünfblättrige Rotol wurde nur ein einziges Mal montiert, für einen Flug von gerade einmal 20 Minuten, und erwies sich als Fehlschlag; alle übrigen Flüge der beiden XP-51G wurden mit einem vierblättrigen Aeroproducts-Unimatic-Propeller A-542-B1 absolviert. Der Eintrag ordnet diesen Flug der 43-43332 zu, einer Seriennummer, die seine eigene Liste einer XP-51F zuweist, sodass offen bleibt, welche Zelle ihn flog.
Die Flugdaten stimmen zwischen den Quellen nicht überein. Der Pippin-Eintrag verlegt den Erstflug in den August 1943 und nennt drei Piloten mit drei verschiedenen Daten: Joe Barton am 9., Edward Virgin am 10. und Bob Chilton am 12.; das zweite Flugzeug soll am 14. November 1943 geflogen sein. Andere veröffentlichte Referenzen setzen diesen Erstflug in den August 1944, was besser zu einem 1943 angenommenen Programm NA-105 passt. Dieser Text löst die Unstimmigkeit nicht auf. Zu den Flugleistungen schreibt Cleaver der XP-51G eine Höchstgeschwindigkeit von 472 mph zu, etwa 760 km/h; das ausgewertete Material nennt weder Gewicht, Gipfelhöhe noch Reichweite speziell für die G.
Die zweite XP-51G überquerte den Atlantik: Sie wurde nach Großbritannien verschifft, erhielt die britische Seriennummer FR410 und wurde bis mindestens Februar 1945 bei der A&AEE in Boscombe Down geflogen; ihr endgültiger Verbleib ist unbekannt. Der Pippin-Eintrag datiert die Verschiffung auf Februar 1944, was mit einem Erstflug 1944 kollidiert und erneut auf Verwirrung bei den Daten hindeutet. Dem ersten Flugzeug erging es besser: John Morgan aus La Canada, Kalifornien, rettete es 1975 vor dem Schrottplatz, und 2001 existierte es noch, sein heutiger Verbleib ist jedoch unbekannt.
Keine der experimentellen leichten Mustangs ging in Serie. Die mit der XP-51F und der XP-51G gewonnenen Erfahrungen flossen in die P-51H (NA-126) ein, die letzte Serien-Mustang, die anstelle des britischen Merlin der G wieder auf einen Packard V-1650 zurückgriff.
Multimedia
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