Variante der Lockheed U-2

Lockheed U-2 U-2C

Verbesserte einsitzige Umbauversion mit dem stärkeren Turbojet Pratt & Whitney J75-P-13, der eine deutliche Vergrößerung der Lufteinlässe erforderte. Dreizehn Zellen wurden auf diesen Standard umgerüstet, der zur Referenzkonfiguration der mittleren Programmphase wurde und dessen Triebwerk später vom U-2R übernommen wurde.

Eintrag zur Lockheed U-2

Bild folgt
13
Gebaute Exemplare
7.400 km
Reichweite

Geschichte

Die Umrüstung

Der ursprüngliche J57 ließ der U-2 an ihrer Einsatzhöhengrenze nur sehr wenig Schubreserve, und die Antwort bestand darin, die Zellen mit dem deutlich stärkeren J75-P-13 auszurüsten. Die Änderung betraf nicht nur das Triebwerk: Sie erforderte eine sichtbare Verbreiterung der Lufteinlässe am Rumpf, ein Merkmal, das eine U-2C von einer U-2A auf den ersten Blick unterscheidet. Dreizehn Flugzeuge wurden so umgerüstet. Als Lockheed das Flugzeug Mitte der 1960er Jahre vollständig neu konstruierte, behielt die U-2R genau das auf der U-2C eingeführte Triebwerk J75-P-13B bei.

Article 347

Das im National Air and Space Museum erhaltene Exemplar, Article 347 (Seriennummer 56-6680), fasst für sich allein den Werdegang der Version zusammen: als siebte gebaute U-2 wurde sie am 9. Februar 1956 ausgeliefert und am 4. Juli desselben Jahres erstmals operativ eingesetzt. Sie flog zunächst als U-2A und wurde später mit dem J75-P-13B und den vergrößerten Lufteinlässen auf U-2C aufgerüstet; zeitweise wurde ihr vorübergehend eine Luftbetankungssonde eingebaut, wodurch sie als U-2F bezeichnet wurde. Während ihrer Zeit bei der CIA blieb sie unlackiert, abgesehen von ihrer dreistelligen Produktionsnummer. Das Museum erhielt sie am 30. August 1982 von der USAF.

Wissenschaftliche Nutzung

Die U-2C dienten auch außerhalb der militärischen Aufklärung. Die High Altitude Missions Branch der NASA setzte Flugzeuge dieses Typs für Höhenforschungsaufgaben ein — stratosphärische Probenahme, Bewertung von Naturkatastrophen, Studien zur Wasser- und Bodennutzung —, und mit dieser Flotte koexistierten später die vom TR-1A abgeleiteten ER-2.