Variante der Focke-Wulf Fw 190
Focke-Wulf Fw 190 Fw 190 V1
Erster Prototyp der Fw 190, mit dem zivilen Kennzeichen D-OPZE und angetrieben von einem vierzehnzylindrigen BMW-139-Doppelsternmotor. Der Erstflug fand am 1. Juni 1939 statt.
- 1. Juni 1939
- Erstflug
Geschichte
Die V1 war das Flugzeug, mit dem das Team von Kurt Tank bei Focke-Wulf erstmals den Jäger in die Luft brachte, der sich später mit der Messerschmitt Bf 109 die Last der deutschen Tagjagd teilen sollte. Sie trug das zivile Kennzeichen D-OPZE und wurde vom BMW 139 angetrieben, einem vierzehnzylindrigen Doppelsternmotor mit 1.550 PS (1.140 kW) — eine unkonventionelle Wahl zu einer Zeit, in der europäische Jäger eher auf flüssigkeitsgekühlte Reihenmotoren setzten.
D-OPZE absolvierte ihren Erstflug am 1. Juni 1939. Die Auslegung des Prototyps wich schon auf den ersten Blick von der Norm ab: Der Sternmotor steckte in einer eng anliegenden Verkleidung mit einem sehr großen Propellerspinner, eine Lösung, die den Luftwiderstand einer breiten Stirnfläche verringern sollte. Dieser aerodynamische Ansatz erzwang intensive Arbeit an der Kühlung der Einheit aus Motor und Verkleidung, und der zweite Prototyp, die V2, flog bereits mit einem neuen Spinner und mit dem Kühlgebläse, das die gesamte Baureihe kennzeichnen sollte.
Die V1 hatte keine direkte Fortsetzung als Serienzelle. Die Prototypen V3 und V4 wurden aufgegeben, und das Programm sprang zur V5, bei der der BMW 139 dem stärkeren BMW 801 wich, dem Triebwerk, das die einsatzfähigen Versionen prägen sollte. Dennoch markiert die V1 den dokumentierten Ausgangspunkt der Fw 190: Das Datum ihres Erstflugs ist jenes, das der Datensatz des Musters als ersten Flug des Typs führt.