Variante der Focke-Wulf Fw 190
Focke-Wulf Fw 190 Fw 190 G-3
Jagdbomber mit größerer Reichweite auf Basis der A-6, mit V.Fw.-Trg-Trägern, die es erlaubten, gleichzeitig Kraftstofftanks und Bomben zu tragen. Ihr R1-Satz verlieh ihr sechs 20-mm-Kanonen.
Geschichte
Die G-Baureihe entstand aus der Notwendigkeit, den Aktionsradius der Fw 190 F als Erdkampfflugzeug zu erweitern. Ihre vollständige Bezeichnung, Jagdbomber mit vergrösserter Reichweite, beschreibt den Zweck genau: ein Jagdbomber mit erhöhter Reichweite. Sowohl die Luftwaffe als auch Focke-Wulf arbeiteten daran, und es wurden etwa eintausenddreihundert neue G-Flugzeuge aller Varianten gebaut.
Die ersten beiden Versionen waren Umbenennungen. Die G-1 stammte von den A-4/U8 Jabo Rei: Man stellte fest, dass das Flugzeug bei Entfernung der gesamten Bewaffnung außer den beiden MG-151-Kanonen an den Flügelwurzeln und Verringerung ihrer Munitionsausstattung eine 250- oder 500-kg-Bombe in der Rumpfachse und bis zu 250 kg unter jedem Flügel tragen konnte. Die G-2 ging aus der A-5/U8 hervor, bei der die Träger für Abwurftanks unter den Flügeln durch die deutlich einfacheren V.Mtt-Schloß-Halterungen ersetzt wurden, die viele verschiedene Konfigurationen erlaubten.
Die G-3 basierte auf dem Jäger A-6, ebenfalls mit vollständig entfernter Bewaffnung außer den beiden MG 151 an den Flügelwurzeln. Ihr Beitrag waren die neuen V.Fw.-Trg-Träger, die erstmals erlaubten, gleichzeitig Kraftstofftanks und Bombenlast zu tragen, und damit den klassischen Zielkonflikt zwischen Reichweite und Waffenlast lösten. Zwei Sätze wurden an ihr angebracht: Der G-3/R1 ersetzte die V.Fw.-Trg-Träger durch ein Paar formangepasster Waffenbehälter WB 151/20, jeder mit zwei Mauser-MG-151/20-Maschinenkanonen, was zusammen mit den beiden Waffen an den Flügelwurzeln sechs Kanonen ergab; und der G-3/R5 entfernte die V.Fw.-Trg-Träger und fügte zwei ETC-50-Träger je Flügel hinzu. Die letzte Version der Baureihe, die G-8, basierte auf der A-8, übernahm die gewölbte Haube der F-8 und trug ETC-503-Träger unter den Flügeln, die sich sowohl für Bomben als auch für Abwurftanks eigneten.