Variante der Eurofighter Typhoon

Eurofighter Typhoon DA5

Deutscher Prototyp von EADS in Manching, erster Eurofighter mit ECR-90-Radar und vollständiger Avionik; später auf den Tranche-2-Standard angehoben und Erprobungsträger des CAESAR-Radars.

Eintrag zur Eurofighter Typhoon

Bild folgt
24. Februar 1997
Erstflug
1
Gebaute Exemplare

Geschichte

DA5 wurde von EADS Deutschland in Manching gebaut und flog erstmals am 24. Februar 1997 mit Pilot Wolfgang Schirdewahn. Sie war der erste Eurofighter mit dem Radar ECR-90 und zugleich der erste mit vollständiger Avionikausstattung. Im Juni 1997 erhielt sie die Radar-Software-Aktualisierung DS-C1 und EJ200-03A-Triebwerke und diente anschließend der Erprobung radarabsorbierender Materialien. Im Juni 1998 absolvierte sie den ersten Besuch bei einem potenziellen Exportkunden, in Rygge (Norwegen), und am 15. Dezember desselben Jahres flog sie ein norwegischer Testpilot. Am 1. April 1999 debütierte sie mit dem Softwarestandard Phase 2B1, mit Autopilot und automatischer Schubregelung; Mitte jenes Jahres wurde das Radar gegen vier simulierte Ziele erprobt. Im Februar 2000 fanden Flugtests unter Vereisungsbedingungen statt, und im Mai 2001 wurde die Integration von AMRAAM und AIM-9L abgeschlossen. Bis Mitte 2000 waren neunzig Prozent der Flugenveloppe erkundet, mit regelmäßigen Supercruise-Flügen, dem Abschuss von Luft-Luft-Raketen und dem Nachweis hoher Einsatzraten und Wendigkeit. Die Radartests wurden am 29. März 2001 mit Erprobungen gegen zwanzig gleichzeitige Ziele abgeschlossen. Im Frühjahr 2003 wurde die Avionik auf den Serienstandard gebracht, und im Mai 2004 fand der erste Flug mit einer aktiven IRIS-T statt, gefolgt vom ersten Flug mit sechs vollständig integrierten AMRAAM. Später wurde sie auf den Tranche-2-Standard angehoben und flog ab dem 8. Mai 2007 mit dem CAESAR-Radar. Sie wurde am 30. Oktober 2007 außer Dienst gestellt.