Variante der Eurofighter Typhoon
Eurofighter Typhoon DA1
Erster Prototyp des Programms, gebaut von DASA in Deutschland; flog erstmals am 27. März 1994 und ist heute im Deutschen Museum in Oberschleißheim ausgestellt.
Eintrag zur Eurofighter Typhoon
- 27. März 1994
- Erstflug
- 1
- Gebaute Exemplare
Geschichte
DA1 war die erste der sieben Development Aircraft, mit denen das Konsortium den Eurofighter zur Serienreife brachte. Gebaut wurde sie von DASA; der Erstflug fand am 27. März 1994 statt, mit Testpilot Peter Weger am Steuer und der Flugsteuerungsversion Phase 0. Bis Juni 1994 absolvierte sie neun Testflüge; danach wurde die Flugerprobung unterbrochen, um das Flugsteuerungssystem auf Phase 2 zu aktualisieren, und erst am 18. September 1995 wieder aufgenommen. Im März 1996 flog erstmals ein Pilot der Luftwaffe, Oberstleutnant Heinz Spolgen, womit am 24. April 1996 die militärische Bewertung abgeschlossen werden konnte. Anschließend wurden EJ200-Triebwerke der Serie 03Z eingebaut, die Avionik auf den Standard STANAG 3910 aktualisiert und ein Schleudersitz Martin-Baker Mk.16 eingebaut; diese Arbeiten zogen sich bis November 1998 hin. Die Flüge wurden im dritten Quartal 1999 wieder aufgenommen und liefen bis zum 11. September 2000 weiter. Es folgten eine weitere Aktualisierung des Flugsteuerungssystems, zwei Wochen Erprobung auf dem North-Sea-ACMI-Gelände mit dem Jagdbombergeschwader 38 am 3. Juli 2001 sowie eine Buddy-Buddy-Luftbetankung mit einem Panavia Tornado im August 2001. Ab dem 8. April 2003 wurde DA1 nach Spanien verlegt, um den verunglückten DA6 zu ersetzen. Am 27. August 2003 wurde sie zum ersten Eurofighter, der mit der Lenkwaffe IRIS-T flog, und diente danach zur Erprobung der Sprachsteuerung (DVI). Bis Oktober 2004 sammelte sie Daten zur Verfeinerung der Flugsteuerung. Ihr letzter Flug fand am 21. Dezember 2005 statt. Sie ist im Deutschen Museum in Oberschleißheim ausgestellt, neben der Rockwell-MBB X-31.