Variante der Douglas DC-6
Douglas DC-6 R6D-1
Version der DC-6A für die US Navy: 65 Flugzeuge, 1950 als logistische Transporter und Stabsflugzeuge bestellt, mit R-2800-CB17-Triebwerken und umkehrbaren Curtiss-Electric-Propellern; 1962 in C-118B und VC-118B umbenannt.
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- 65
- Gebaute Exemplare
Geschichte
Die R6D-1 war die Bezeichnung der US Navy für die Douglas DC-6A, die Frachtvariante der DC-6, deren erstes Exemplar am 29. September 1949 flog. Die DC-6 war ursprünglich mit militärischer Finanzierung als XC-112A entwickelt worden, doch das Interesse der Streitkräfte an dem Muster belebte sich erst mit dem Koreakrieg wieder, als Luftwaffe und Marine gemeinsam 167 C-118- und R6D-Flugzeuge bestellten. Die Navy erteilte 1950 einen Auftrag über 65 Zellen: 61 R6D-1 wurden bis 1952 ausgeliefert, vier R6D-1Z folgten 1954. Die R6D-1 dienten als logistische Transporter, die R6D-1Z als VIP- und Stabsflugzeuge; die Referenzenzyklopädie beschreibt letztere als vier zu Stabstransportern umgebaute R6D-1, sodass die Quellen darüber uneinig sind, ob sie so gebaut oder erst später umgerüstet wurden.
Während die C-118A der Luftwaffe mit R-2800-52W-Triebwerken (2.500 PS) ausgestattet war, verwendete die R6D der Navy die stärkeren R-2800-CB17, und Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre trugen sie Curtiss-Electric-Propeller mit konstanter Drehzahl und Umkehrsteigung. Die Flugzeuge wurden den Fleet Tactical Support Squadrons VR-1 und VR-21 zugeteilt und im Rahmen des Military Air Transport Service (MATS), des gemeinsamen Lufttransportkommandos, eingesetzt. Um die Luftbrückenkapazität zwischen den Vereinigten Staaten und Korea zu erhöhen, wurden vierzig R6D-1 an die Luftwaffe abgegeben, wo sie mit Navy-Besatzungen zusammen mit den C-118A flogen; die meisten kehrten später zur Navy zurück.
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Die Laufbahn der R6D-1 war von zwei schweren Unfällen innerhalb von weniger als neunzehn Monaten geprägt. Am 22. März 1955 stürzte die BuNo 131612, 1953 gebaut und in Moffett Field stationiert, bei der Rückkehr zur Hickam Air Force Base während eines schweren Unwetters gegen einen Gipfel der Waianae Range auf Hawaii; an Bord befanden sich neun Besatzungsmitglieder und 57 Passagiere eines MATS-Flugs von Tokio zur Travis Air Force Base, und alle 66 Personen an Bord kamen um. Die Untersuchung führte den Absturz auf einen Navigationsfehler zurück, durch den das Flugzeug rund 8 Meilen von der Route abgekommen war. Am 10. Oktober 1956 verschwand die BuNo 131588 über dem Atlantik, etwa 590 Kilometer südwestlich von Land's End, auf einem Flug von RAF Lakenheath nach Lajes Field auf den Azoren mit 59 Personen an Bord; es wurde nie eine Spur gefunden.
1962, mit der Vereinheitlichung des Bezeichnungssystems, wurden die noch bei Navy und Marine Corps im Dienst stehenden R6D-1 zu C-118B und die R6D-1Z zu VC-118B umbenannt. 1974 leitete das Verteidigungsministerium eine Konsolidierung des Lufttransports ein, die den taktischen Lufttransportauftrag der Navy samt ihrer C-118 an die Luftwaffe übertrug, und die C-118 der Naval Reserve sollten bis zum Ende des Haushaltsjahres 1977 aus dem Dienst genommen werden. Der Kongress stellte die Betriebsmittel jedoch in den Haushalten 1978 und 1979 wieder bereit, und 1978 erprobte eine C-118 der Navy im Flug das Omega-Navigationssystem Litton LTN 201 für die Langstreckennavigation über See. Die letzte C-118 Liftmaster der Navy wurde nach 33 Dienstjahren von der McDonnell Douglas C-9 des Fleet Logistics Support Squadron 46 (VR-46) abgelöst. Ein Exemplar der Variante, die VC-118B BuNo 128424, ist als statisches Ausstellungsstück im National Naval Aviation Museum auf der Naval Air Station Pensacola in Florida erhalten.
Multimedia
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