Variante der Douglas DC-6

Douglas DC-6 DC-6B

Reine Passagierversion der DC-6A, ohne Frachttür und mit leichterem Boden; gilt als das beste Kolbenmotor-Verkehrsflugzeug seiner Zeit.

Eintrag zur Douglas DC-6

Bild folgt
288
Gebaute Exemplare
4.840 km
Reichweite
89
Passagiere

Geschichte

„Das letzte große Kolbenflugzeug“

Die DC-6B ist die DC-6A ohne Frachttüren: derselbe verlängerte Rumpf, aber mit Passagiertüren und leichterem Boden. Diese Vereinfachung verschaffte ihr zusammen mit den Double-Wasp-Triebwerken und den Verstellpropellern Hamilton Standard 43E60 mit Umkehrschub einen Ruf, den keine andere Version erreichte: Robustheit, Zuverlässigkeit, wirtschaftlicher Betrieb und gutes Flugverhalten machten sie für viele zum endgültigen Kolbenmotor-Verkehrsflugzeug.

Sie wurde in zwei Versionen angeboten. Die DC-6B-1198A für den Inlandsverkehr bot 60 bis 89 Sitze und R-2800-CB16-Triebwerke mit 2.400 PS; die transozeanische DC-6B-1225A mit 42 bis 89 Sitzen erweiterte den Treibstoffvorrat auf 5.512 US-Gallonen (20.870 l), erhöhte das Startgewicht auf 107.000 Pfund (49.000 kg) und trug R-2800-CB17-Triebwerke mit 2.500 PS (1.900 kW).

Pan Am eröffnete 1952 mit der DC-6B die transatlantischen Flüge in der Touristenklasse; sie waren dank der mit 108/135-Oktan-Kraftstoff betriebenen CB-17 die ersten, die mit 107.000 Pfund starten konnten. Mehrere europäische Fluggesellschaften folgten diesem Beispiel. Die DC-6B und die DC-6C konnten nonstop von der amerikanischen Ostküste nach Europa fliegen, mussten aber in Gegenrichtung, gegen die vorherrschenden Winde, in Goose Bay (Labrador) oder Gander (Neufundland) zwischenlanden.

Ihre Kennzahlen: 32,2 m Länge, 35,8 m Spannweite, 25.110 kg Leergewicht, 48.534 kg maximales Startgewicht, 507 km/h Reisegeschwindigkeit, 7.620 m Dienstgipfelhöhe und bis zu 4.100 nautische Meilen (7.593 km) mit maximaler Treibstoffmenge. Eine DC-6B kostete 1958 rund 500.000 Pfund Sterling und gebraucht 1960 etwa 227.000. Zwischen 1977 und 1990 flogen fünf gelb lackierte DC-6B in Frankreich als Löschflugzeuge der Sécurité Civile mit den Kennungen F-ZBAC, F-ZBAD, F-ZBAE, F-ZBAP und F-ZBBU.