Variante der Douglas DC-2
Douglas DC-2 C-32A
Bezeichnung der US Army Air Forces für die nach Pearl Harbor beschlagnahmten zivilen DC-2: 24 Seriennummern wurden zugeteilt, die einzige Änderung war die militärische Funkausrüstung.
- 24
- Gebaute Exemplare
- 14
- Passagiere
Geschichte
Die C-32A war keine Werksversion der Douglas DC-2, sondern eine Verwaltungsbezeichnung. Nach dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg beschlagnahmte das Kriegsministerium die noch bei den Fluggesellschaften fliegenden kommerziellen DC-2 und fügte, um sie als Armeeeigentum zu führen, das Suffix A an die Bezeichnung C-32 an, die bereits die einzige DC-2 trug, die das Air Corps 1936 neu gekauft hatte. Dieses erste Flugzeug, die XC-32 (eine DC-2-153 mit zwei Wright R-1820-25 mit je 750 PS), war abgesehen von militärischen Funkgeräten und Instrumenten praktisch identisch mit einem Standardverkehrsflugzeug; es war in Bolling Field für den Gebrauch hoher Offiziere stationiert und wurde später von General Andrews als fliegender Gefechtsstand genutzt. Bei der Landung in Spokane am 4. September 1942 schwer beschädigt, endete es nach 2.321 Flugstunden als Lehrzelle an einer Mechanikerschule in Kansas City.
Anders als die XC-32 erhielten die C-32A überhaupt keine strukturellen Änderungen: Der einzige Unterschied zu einer zivilen DC-2 war die militärische Funkausrüstung. Vierundzwanzig Seriennummern wurden diesen Flugzeugen zugeteilt, in verstreuten Blöcken des Haushaltsjahres 1942 plus zwei aus dem Jahr 1944: 42-53527/53532, 42-57154/57156, 42-57227/57228, 42-58071/58073, 42-61095/61096, 42-65577/65579, 42-68857/68858, 42-70863 und 44-83226/83227. Unter den erfassten Flugzeugen befanden sich fünf, die die British Purchasing Commission bereits für die Royal Air Force gekauft hatte; die Kommission hatte im November 1940 vier DC-2 von American Airlines für die Regierung Indiens erworben und ab Februar 1941 weitere sieben von American Airlines und TWA, die bei der RAF alle als DC-2K bekannt waren. Nicht jede C-32A diente tatsächlich in Uniform: Viele flogen während des gesamten Krieges weiter unter Vertrag bei ihren Fluggesellschaften, sodass die Bezeichnung mehr über die Eigentumsverhältnisse als über die Verwendung aussagte.
Einzelne Lebensläufe verdeutlichen diesen gemischten Charakter. Die DC-2 NC13784 war am 18. Mai 1934 bei TWA in Dienst gestellt worden; am 22. April 1942 wurde sie an Northeast Airlines verkauft und kaum drei Monate später, am 22. Juli 1942, als C-32A 42-65579 beschlagnahmt. Am 3. November 1944, als C-47 inzwischen reichlich vorhanden waren, wurde sie als Überschuss an die mittelamerikanische Fluggesellschaft TACA verkauft. Im Pazifik war die Zuteilung noch nominaler: Die DC-2-115G mit der Werknummer 1376, 1935 als PK-AFL an die niederländisch-ostindische Fluggesellschaft KNILM ausgeliefert, entkam 1942 nach Australien und trat dem alliierten Transportpool bei (dem Allied Directorate of Air Transport, gebildet um die aus Java evakuierten KNILM-Flugzeuge und die DC-2 von Australian National Airways). Sie erhielt eine fiktive Seriennummer, 41-1376, und wurde erst im März 1945 offiziell zur C-32A 44-83227, zu einem Zeitpunkt, als sie in der Praxis als VH-ADZ für Australian National Airways flog. Eine weitere australische DC-2, A30-10 (Werknummer 1372, ehemals NC14969), wurde im März 1945 ebenfalls als C-32A an die USAAF übertragen.
Während die eigens gebauten C-33 und C-39 des Air Corps hauptsächlich Transportrouten über den amerikanischen Kontinent flogen, von Alaska bis Panama, füllten die C-32A in den ersten Kriegsmonaten eine Lücke, bis die C-47-Produktion und die massenhafte Beschlagnahmung von DC-3 (die Serie C-48 bis C-52) sie entbehrlich machten. Ihr späteres Leben war das jeder DC-2-Veteranin: 44-83227 wurde im November 1947 an Macair und 1949 an Marshall Airways (VH-CDZ) weiterverkauft, im März 1968 eingelagert, und im November 1981 wurde für sie im Namen der Confederate Air Force aus Midland, Texas, das Kennzeichen N8486D reserviert, doch eine verweigerte Ausfuhrgenehmigung hielt sie in Australien, wo die Korrosion der Zelle schließlich alle Versuche vereitelte, sie wieder flugfähig zu machen.