Dassault Mirage III - Inside The Cockpit
Video des Kanals Military Aviation History über Dassault Mirage III, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 25:07. Sprache: Englisch. Videotyp: An Bord.
Was gezeigt wird
Episode der Serie Inside the Cockpit, gedreht im Museum Clin d'Ailes in Payerne (Schweiz), das neben einem aktiven Militärflugplatz liegt. Nach einem Rückblick auf die Entwicklung der Dassault Mirage III umrundet der Moderator außen ein Exemplar mit Schweizer Hoheitszeichen. Danach steigt er in das Cockpit, das gegenüber französischen oder australischen Mirage III stark verändert ist.
Gezeigte Details
Außen werden gezeigt:
- die beiden 30-mm-Kanonen DEFA 552 in einem abnehmbaren Behälter unter dem Rumpf mit der Munition dazwischen, der gegen einen kleinen Zusatztank getauscht werden konnte; - die Luftbremsen, verteilt auf mehrere Flächen über und unter dem Flügel; - der integrierte 300-Liter-Tank des zusätzlichen SEPR-Raketentriebwerks, austauschbar gegen einen Kraftstofftank für das Atar-Triebwerk; - die Aufhängepunkte unter dem Flügel für JATO-Starthilferaketen; - die Canards über den Lufteinläufen, die RUAG 1988 bei der Modernisierung allen Schweizer Mirage hinzufügte; - die einklappbare Bugkamera der Aufklärungsversion.
Im Cockpit werden erklärt:
- der Steuerknüppel des TARAN-18-Radars und die manuelle Sequenz zum Aufschalten auf ein Ziel; - der Schubhebel mit Nachbrenner und die Bedienung der Luftbremsen; - die Schalter der JATO-Raketen unter einer Sicherheitsabdeckung; - die Flugdämpfer und ein vereinfachter Autopilot mit Höhen- und Kurshaltung; - das Navigationspanel, das mit dem Gitternetz der Schweizer Luftwaffe arbeitet und mehrere Ziele zulässt; - den Täuschkörperwerfer für Chaff und Leuchtfackeln; - den seit 1988 eingebauten Schleudersitz von Martin-Baker.
Kontext
Das Video ordnet das Flugzeug in den Wiederaufbau der französischen Luftfahrtindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Dassault flog im Juni 1955 die MD 550 Mystère Delta, den Ursprung der Mirage I. Die Mirage II wurde aufgegeben, und die Mirage III erreichte mit Atar-Triebwerk und ihren Vorserienflugzeugen von 1958-1959 Mach 2. Frankreich bestellte 1960 100 Mirage IIIC, und der Typ ging 1961 in Dienst. Von rund 1.400 gebauten Mirage stammten nur etwa 14 % aus Dassaults eigener Fertigung.
Die Schweiz bestellte 1961 eine Lizenzfertigung von 100 Flugzeugen, 1964 auf 57 reduziert. 1967 begann sie, die Mirage III S zu erhalten, abgeleitet von der III E, jedoch mit dem amerikanischen TARAN-18-Radar für die Lenkflugkörper AIM-4 Falcon und AIM-9 Sidewinder. Einige blieben bis 2003 im Dienst, stationiert in Kavernen neben Gebirgspisten: Ein Kran brachte sie auf die Startbahn, und sie starteten mit JATO-Raketen. Als allgemeine Daten nennt das Video 15,3 m Länge, 8,2 m Spannweite und 4,5 m Höhe. Außerdem eine Gipfelhöhe von 18.000 m (23.000 m mit Rakete), eine Höchstgeschwindigkeit von rund 2.160 km/h und eine Reichweite von 1.200 km.
