Variante der Consolidated B-24 Liberator
Consolidated B-24 Liberator B-24L
Leichtere Version, vom Heer angesichts des überhöhten Gewichts der B-24J gefordert: ohne Sperry-Kugelturm und mit reduzierter oder erst im Depot vor der Übergabe eingebauter Heckbewaffnung. 1.667 Exemplare.
Eintrag zur Consolidated B-24 Liberator
- 1.667
- Gebaute Exemplare
Geschichte
Das angesammelte Gewicht der B-24J – Türme, Panzerung, Ausrüstung – hatte die Leistungen des Liberator zunehmend geschmälert, und das Heer forderte eine leichtere Version. Die B-24L war diese Version: Sie strich den Sperry-Kugelturm und ersetzte ihn durch eine Ringlafette im Boden mit zwei .50-in-Maschinengewehren, und tauschte den Heckturm A-6B gegen den leichteren M-6A.
Die späteren Maschinen verließen das Werk direkt ohne Heckbewaffnung. Der Einbau erfolgte in einem Wartungsdepot vor der Übergabe an die Einsatzverbände, und die konkrete Lösung variierte: 190 erhielten einen A-6B- oder M-6A-Turm, 42 eine handbediente, aber hydraulisch unterstützte Doppellafette mit .50-in-Maschinengewehren, und der Rest eine rein manuelle Doppellafette.
Die B-24L wurde in Willow Run und im Consolidated-Werk in San Diego gebaut, mit 1.667 Einheiten. Aus ihr gingen Schulungs- und Erprobungsvarianten hervor: die RB-24L, eingesetzt zur Ausbildung von B-29-Bordschützen mit einem Fernfeuerleitsystem, das mit dem der Superfortress identisch war; die baugleiche TB-24L mit zusätzlicher Radarausrüstung; und die XB-24Q von General Electric, ein Erprobungsträger für einen radargesteuerten Heckturm, der für die Boeing B-47 Stratojet vorgesehen war.