Variante der Consolidated B-24 Liberator
Consolidated B-24 Liberator B-24H
Antwort auf die Frontalangriffe der deutschen Jäger: elektrischer Emerson-A-15-Bugturm und rund fünfzig Zelländerungen. 3.100 Exemplare, die meisten von Ford in Willow Run gebaut.
Eintrag zur Consolidated B-24 Liberator
- 3.100
- Gebaute Exemplare
Geschichte
Der verglaste „Greenhouse“-Bug der frühen Liberator setzte das Flugzeug den Frontalangriffen der deutschen Jäger stark aus – der Taktik, die die Luftwaffe gegen die amerikanischen Bomberverbände perfektioniert hatte. Die B-24H war die Antwort: Sie erhielt einen elektrisch angetriebenen Emerson-A-15-Bugturm über dem Bombenschützenstand, in einer Position ähnlich dem Frazer-Nash-FN5-Turm der Avro Lancaster.
Die Änderung zog rund fünfzig Zellenmodifikationen nach sich, darunter ein neu gestaltetes Bombenschützenabteil. Der Heckturm erhielt größere Fenster für bessere Sicht, und der Martin-A-3-Rückenturm eine vergrößerte „High-Hat“-Kuppel. Die Bordwaffenpositionen wurden mit Plexiglasfenstern geschlossen und seitlich gegeneinander versetzt, damit sich die beiden Schützen nicht gegenseitig behinderten.
Der Großteil der 3.100 B-24H stammte aus dem Ford-Werk in Willow Run, dem größten Fließband der Welt, das auf seinem Höhepunkt 1944 eine B-24 pro Stunde und 650 im Monat auslieferte. Von Ford gefertigte B-24H-Baugruppen, die von anderen Firmen endmontiert wurden, sowie jedes Flugzeug, das nachträglich mit dem Autopiloten C-1 oder dem Zielgerät M-1 ausgerüstet wurde, erhielten die Bezeichnung B-24J. Bei der RAF entsprach die B-24H dem Liberator B Mk.VI.