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Wie schnell fliegen astronauten?
Kurze Antwort
Auf der ISS mit rund 28 800 km/h – ein Erdumlauf dauert etwa 90 Minuten. Diese Geschwindigkeit ist keine Wahl, sondern Physik: Nur so schnell fällt ein Fahrzeug in 400 Kilometern Höhe um die Erde herum, statt herunterzufallen. Schneller waren Menschen nur auf dem Rückweg vom Mond.
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Die Bahn bestimmt das Tempo
Die Geschwindigkeit im Orbit ist keine Einstellungssache, sie ergibt sich aus der Bahnhöhe. In rund 400 Kilometern Höhe passen Anziehung und Bahnbewegung nur bei etwa 28 800 km/h zusammen; langsamer sänke die Station in die dichtere Atmosphäre, schneller stiege sie auf eine höhere Bahn. Ein Erdumlauf dauert deshalb etwa 90 Minuten, und die Besatzung erlebt 16 Sonnenauf- und -untergänge pro Tag. Beim Blick aus der Kuppel zieht die Landschaft sichtbar vorbei, ein Kontinent in wenigen Minuten.
Schneller ging es nur zum Mond
Den Rekord halten nicht die Stationsbesatzungen, sondern die Apollo-Mannschaften: Auf dem Rückweg vom Mond wurden sie von der Erdanziehung beschleunigt und erreichten die höchsten Geschwindigkeiten, die Menschen je hatten. Auch der Aufbruch zum Mond, der translunare Einschuss, war schneller als jede Erdumlaufbahn. Raumfahrzeuge im niedrigen Erdorbit bleiben dagegen alle in derselben Größenordnung – ob Sojus, Dragon oder Space Shuttle, die Bahnmechanik lässt keine Wahl.
Warum sich das an Bord nach nichts anfühlt
Vom Tempo merkt die Besatzung nichts. Geschwindigkeit ist nur relativ zu etwas anderem spürbar, und im Vakuum fehlen Fahrtwind, Geräusch und Erschütterung; spürbar wären allein Beschleunigungen, und die gibt es im freien Fall nicht. Deshalb wirkt auch ein Anflug ruhig: Ein ankommendes Raumschiff nähert sich der Station in den letzten Metern im Schritttempo und langsamer, obwohl beide zusammen mit Zehntausenden Kilometern pro Stunde um die Erde rasen. Erst Start, Bremsmanöver und Wiedereintritt machen aus Geschwindigkeitsänderung einen körperlich spürbaren Druck.
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