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Wie oft war alexander gerst im all?
Kurze Antwort
Alexander Gerst war zweimal im All, beide Male auf der Internationalen Raumstation: 2014 bei Blue Dot mit 166 Tagen und 2018 bei Horizons mit weiteren 197 Tagen. Vom 3. Oktober 2018 bis zum Missionsende am 20. Dezember führte er die ISS als Kommandant, als zweiter ESA-Astronaut in dieser Rolle.

Blue Dot 2014
Gersts erster Flug dauerte vom 28. Mai bis zum 10. November 2014 und brachte 166 Tage im All. Er arbeitete als Bordingenieur, betreute Hunderte Experimente und teilte die Station mit Kollegen aus mehreren Ländern. Am 7. Oktober 2014 stieg er gemeinsam mit dem NASA-Astronauten Reid Wiseman aus: Der Außenbordeinsatz dauerte 6 Stunden und 13 Minuten, in denen die beiden mehrere Arbeiten an der Außenstruktur erledigten. Für die europäische Raumfahrt war der Flug die Rückkehr eines deutschen Astronauten nach längerer Pause.
Horizons 2018 und das Kommando
Der zweite Einsatz lief vom 6. Juni bis zum 20. Dezember 2018 und ergab weitere 197 Tage. Vom 3. Oktober 2018 bis zum Ende der Mission führte Gerst die Station als Kommandant und war damit der zweite ESA-Astronaut in dieser Funktion. Das Kommando bedeutet keine formale Weisungsgewalt über Bodenentscheidungen, sondern Verantwortung für Ablauf, Sicherheit und Zusammenarbeit an Bord, einschließlich der Entscheidung, Arbeiten abzubrechen, wenn etwas nicht sauber läuft.
Warum zwei Flüge eine übliche Bilanz sind
Zwei Langzeitflüge gelten für europäische Astronauten inzwischen als normaler Karriereverlauf. Die Ausbildung dauert Jahre, und das Wissen aus dem ersten Aufenthalt erhöht den Wert des zweiten, weshalb erfahrene Besatzungsmitglieder gezielt erneut eingeplant werden. Die Zahl der Plätze bleibt jedoch knapp: Sie richtet sich nach dem Anteil, den die ESA am Betrieb der Station trägt. Nach Horizons verlagerte sich Gersts Arbeit stärker in Programm- und Leitungsaufgaben, ein dritter Flug steht bislang nicht in den Missionsplänen.
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