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Welche Constellation der US-Marine sollte Raketen zur Selbstverteidigung tragen?

Kurze Antwort

Die XW2V-1, ein für die US-Marine geplantes Frühwarnflugzeug auf Basis der WV-2, mit den Tragflächen der Starliner. Sie sollte vier Allison-T56-A8-Turboprops und Raketen zur Selbstverteidigung gegen Angreifer tragen, unter der Lockheed-Werksbezeichnung L-084, kam aber nie über das Projektstadium hinaus.

Welche Constellation der US-Marine sollte Raketen zur Selbstverteidigung tragen?
Lockheed Constellation Santa CruzMateo fzo (CC BY SA), vía commons

Von der WV-2 zur XW2V-1

Die US-Marine war einer der großen militärischen Nutzer der Constellation. Ihr Langstrecken-Radarflugzeug entstand als PO-2W Warning Star, basierend auf der L-1049 Super Constellation und angetrieben von Wright-R-3350-34- oder R-3350-42-Motoren mit je 3.400 PS (2.536 kW); später wurde es in WV-2 umbenannt. Auf dieser Grundlage plante Lockheed eine Radarversion, die sich stark von ihren Vorgängern unterschied: die XW2V-1, die die Werksbezeichnung L-084 erhielt.

Turboprops, neue Tragflächen und Raketen

Die XW2V-1 sollte fast alles Wesentliche verändern. Statt Kolbenmotoren sollte sie vier Allison-T56-A8-Turboprops tragen, und statt der Tragfläche der Super Constellation sollte sie die der Starliner verwenden, der letzten und ausgereiftesten Entwicklungsstufe der Familie. Mit einer L-1649A Starliner flog TWA am 29. September 1957 von Los Angeles nach London in 18 Stunden und 32 Minuten. Die auffälligste Neuerung war die Bewaffnung: Das Projekt sah Raketen vor, damit sich das Flugzeug gegen Angreifer verteidigen konnte. Das Ergebnis unterschied sich so stark von seinen Vorgängern, dass Lockheed ihm eine eigene Modellnummer gab, statt es als weitere Variante der L-1049 zu führen.

Ein Projekt ohne Fortsetzung

Die XW2V-1 wird in den Variantenlisten als geplant aufgeführt: Sie wurde nie gebaut. Die Frühwarnfamilie wurde mit den Derivaten der Super Constellation fortgeführt, und die letzte produzierte Version war die EC-121 Warning Star. Die US-Marine und die US-Luftwaffe hielten diese Flugzeuge bis 1978 im Dienst, fast vierzig Jahre nachdem die Arbeit an der ursprünglichen L-049 begonnen hatte, und viele von ihnen sind heute in Museen erhalten.

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