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Was geschah mit den Piloten, die sich an das „Viffing“ wagten?

Kurze Antwort

Die Frage hat keinen eindeutigen Protagonisten: Das Drehen der schubvektorisierten Düsen nach vorn im normalen Flug, das „Viffing", wurde Anfang der 1970er Jahre vom US Marine Corps formal als Kampftaktik entwickelt. Ein Pilot fasste es als mehr als einen vollständigen Verlust der Flugkontrolle zusammen.

Was geschah mit den Piloten, die sich an das „Viffing“ wagten?
Start eines Hawker Siddeley Harrier GR 1

Woher das Manöver stammt

Die Harrier stammte von der Hawker P.1127 ab, deren formale Entwurfsarbeit 1957 mit Sydney Camm, Ralph Hooper und Stanley Hooker begann. Ihr Antrieb war das Pegasus, ein Schubvektor-Turbofan. Die Serien-Harrier GR.1 absolvierte ihren Erstflug am 28. Dezember 1967 und trat am 1. April 1969 offiziell in den Dienst der RAF. Das Schwenken der Schubvektordüsen in eine nach vorn gerichtete Stellung im normalen Flug nennt man vectoring in forward flight oder „VIFFing“.

Wer daraus eine Taktik machte

Als Mittel im Nahkampf erlaubte die Technik plötzlichere Verzögerungen und höhere Kurvengeschwindigkeiten. Das US Marine Corps entwickelte diese Kampftechnik für die Harrier Anfang der siebziger Jahre formell. Seine Piloten fragten sich, was dieser merkwürdige Hebel bewirken konnte und ob ein entlasteter Flügel sofort mit größerer Wirkung wieder belastet werden konnte.

Was den Piloten widerfuhr

Ein Pilot beschrieb, dass das Manöver bei ihm mehr als einen vollständigen Abriss des kontrollierten Fluges ausgelöst habe, etwa so, als würde man in einer asymmetrischen Waschmaschine durch den Raum geschleudert. Ein schwerer Unfall endete damit, dass viffende Flugzeuge in Ostengland abstürzten. Ein Sea-Harrier-Pilot der 800 Naval Air Squadron nutzte die Düsen, um seinen Sinkflug abzubremsen, während er versuchte, einen Sidewinder auf eine argentinische Nahunterstützungsmaschine Pucará aufzuschalten, ohne dass es ihm gelang.

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