Wussten Sie…
Bis wann flog die Ju 52 bei der Schweizer Luftwaffe?
Kurze Antwort
Bis 1982. Die Schweizer Luftwaffe setzte die Ju 52 von 1939 bis 1982 ein, als noch drei Maschinen im Dienst standen – vermutlich die längste und letzte Einsatzzeit des Musters bei einer Luftwaffe. Museen wollten sie übernehmen, doch sie wurden nicht verkauft: Sie flogen weiter mit Ju-Air.

Vier Jahrzehnte Militärdienst
Die Schweiz nahm die Ju 52 1939 in ihre Luftwaffe auf und hielt sie bis 1982 im Dienst. Bei der Ausmusterung waren noch drei Maschinen im Einsatz, und ihre Schweizer Dienstzeit gilt vermutlich als die längste und letzte des Musters bei irgendeiner Luftwaffe. Es handelt sich um Flugzeuge der Version Ju 52/3mg4e, einer der Transportvarianten des Dreimotorigen, mit militärischen Kennzeichen wie A-701 und A-703.
Eine Ausmusterung, die nicht das Ende war
Bei der Ausmusterung wollten mehrere Museen die Maschinen übernehmen, doch die Flugzeuge wurden nicht zum Verkauf angeboten. Sie blieben flugtauglich und boten zusammen mit einer CASA 352, der in Spanien gebauten Ju 52, fortan Rundflüge an, durchgeführt vom Verein Ju-Air mit Sitz in Dübendorf bei Zürich. Die A-701 und A-703 gelten heute als Maschinen in Restaurierung, um wieder fliegen zu können.
Ein Klassiker, der weiter in der Luft bleibt
Die Ju 52 entstand in den dreißiger Jahren als Verkehrsflugzeug mit 17 Plätzen und wurde im Zweiten Weltkrieg zum Standardtransporter der Luftwaffe. Viele Länder nutzten sie nach dem Krieg weiter, darunter Portugal, das sie bis in die sechziger Jahre zum Absetzen von Fallschirmjägern in Angola einsetzte, und Spanien, das sie bis weit in die siebziger Jahre hinein behielt. Die Schweiz ging über alle hinaus. Ihre Verbindung zum Muster besteht fort: Im April 2022, 90 Jahre nach dem Erstflug der Ju 52/3m, kündigte das Schweizer Unternehmen Junkers Flugzeugwerke AG einen Nachfolger an, die Ju 52 New Generation. Die Nachkriegsfertigung in Frankreich, als AAC.1 Toucan von Avions Amiot, und in Spanien, als CASA 352, verlängerte das Leben des Musters, und Short Brothers baute in Nordirland einige erbeutete Maschinen für den zivilen Dienst um.
Weitere Fragen

Luftfahrtgeschichte
Welcher war der meistgebaute amerikanische Jäger des Zweiten Weltkriegs?
Die Republic P-47 Thunderbolt, von der je nach Quelle 15.636 oder 15.683 Exemplare gebaut wurden. Sie war zudem einer der schwersten Jäger des Konflikts: leer… mehr…

Luftfahrtgeschichte
Wer flog die E-66 mit 2.149 km/h?
Konstantin oder Wladimir Kokkinaki, je nach Quelle. Konstantin wird der absolute Rekord im geschlossenen 100-km-Rundkurs mit 2.148,66 km/h zugeschrieben… mehr…

Fly-by-Owen (CC BY SA), vía commons Luftfahrtgeschichte
Wie viele I-11B wurden gebaut?
Zwischen 208 und rund 450, je nach Quelle: Eines der Referenzblätter zur AISA I-11 nennt 208 gebaute Exemplare, während All-Aero von rund 400 als AISA I-11B… mehr…

Luftfahrtgeschichte
Wie viele HH-53 konnten zur Pave Low III umgerüstet werden?
Acht HH-53C erhielten ein verbessertes Systempaket und wurden in HH-53H Pave Low III umbenannt. Die andere kursierende Zahl, neun MH-53H und 32 HH-53, bezieht… mehr…

SCDBob (CC BY SA), vía commons Luftfahrtgeschichte
Was schützte die Panzerung des A129 Mangusta?
Die Zelle: Die Struktur des A129 ist gepanzert und laut All-Aero so ausgelegt, dass sie vor Geschossen von 12,7 mm schützt, mit teilweisem Schutz gegen… mehr…

Fly-by-Owen (CC BY SA), vía commons Luftfahrtgeschichte
Welches Fahrwerk und welche Kanzel hatte die AISA I-11B?
Einer Darstellung zufolge verkleinerte AISA die Cockpitkanzel und montierte an der Serien-I-11B ein Spornradfahrwerk. All-Aero behauptet das Gegenteil: Die… mehr…