Apollo Program Space Race with Larry Sheaks
Video des Kanals Don Counts über Apollo program, verlinkt auf der zugehörigen Seite von Above Ten Thousand. Dauer: 35:24. Sprache: Englisch. Videotyp: Nachrichten.
Worum es geht
Interview eines lokalen Fernsehprogramms aus Lincoln County mit Larry Sheaks, einem Ingenieur für Lebenserhaltungssysteme, der für Garrett AiResearch am Apollo-Programm arbeitete und mehrere Missionen von der Flugleitung in Houston aus verfolgte. Sheaks blickt auf seinen Werdegang zurück, von seiner Kindheit auf einer Farm im Norden von Indiana (geboren in Gary im April 1941) bis zu seiner Pensionierung, mit Apollo 13 als zentraler Episode.
Hintergrund
Nach einem Basketball-Stipendium an der UCLA finanzierte er sich sein Ingenieurstudium als zertifizierter Flugzeugmechaniker und kam 1965 zu Garrett AiResearch; er schloss sein Studium 1966 ab. Das Unternehmen hatte die Lebenserhaltungssysteme der Mercury-, Gemini- und Apollo-Kapseln geliefert. Er arbeitete an einem Gleitschirm, mit dem Gemini auf festem Boden landen sollte, und an einem kleinen Wasserstoff-Sauerstoff-Verbrennungstriebwerk für Apollo. Nach dem Brand von Apollo 1, den er auf einen Kurzschluss in einem Kabel neben der Luke in einer reinen Sauerstoffatmosphäre zurückführt, wirkte er an der Neukonstruktion des Systems mit und zog 1967 als verantwortlicher Ingenieur für den Thermovakuumtest des Raumfahrzeugs 2TV-1 nach Houston. Die NASA bat ihn, an der Konsole des Umweltkontrollsystems zu bleiben: Er verfolgte Apollo 7 aus dem Unterstützungsraum und Apollo 8 sowie Apollo 11 von der Konsole aus.
Was das bedeutet
Sein Bericht über Apollo 13 im April 1970 ist der Kern des Interviews: Nachdem die Besatzung gebeten worden war, die kryogenen Tanks umzuwälzen, kam es beim Einschalten des Lüfters von Sauerstofftank 2 zur Explosion, und er sah die verfügbare Sauerstoffmenge sinken. Er blieb rund 72 Stunden an der Konsole, bis die Besatzung in der für zwei Personen ausgelegten Mondlandefähre untergebracht war. Er erklärt das CO2-Problem: Die quadratischen Lithiumhydroxid-Kartuschen des Kommandomoduls passten nicht in das System der Mondlandefähre, das runde Kartuschen verwendete, sodass ein Adapter aus Klebeband und Plastikkarten improvisiert wurde. Er führt den Ausfall auf einen Tankdefekt zurück, der beim Entleeren am Cape nicht entdeckt wurde. Danach verfolgte er Apollo 14 und Apollo 15, wechselte in den Vertrieb, arbeitete ab 1988 in Huntsville für die Raumstation und ging Mitte der neunziger Jahre in den Ruhestand. Er erinnert sich außerdem an Wernher von Braun, Chris Kraft und Gene Kranz sowie an eine Ehrung von Boeing für die Flugleiter von Apollo 13 zu dessen 35. Jahrestag.
