Variante der Yakovlev Yak-40

Yakovlev Yak-40 Yak-40K

Fracht- und Kombiversion, zwischen 1975 und 1981 auf der Serienzelle gebaut. Sie erhält ein großes Frachttor in der Rumpfseite und einen verstärkten Boden. In der Frachtkonfiguration nimmt sie bis zu 3200 kg Nutzlast auf; in der Kombiversion je nach Kombination 10 bis 18 Passagiere mit 2150 bis 1150 kg Fracht.

Eintrag zur Yakovlev Yak-40

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Geschichte

Die Lücke, die das Passagierflugzeug ließ

Die Jak-40 ersetzte auf den lokalen Strecken Flugzeuge, die Menschen und Frachtstücke gleichermaßen beförderten. Die Passagierversion mit ihrer Bugtreppe unter dem Rumpf und ihren schmalen Türen taugte dafür nicht: Ein Ersatztriebwerk oder eine Ladung Bauteile durch die vordere Tür zu verladen war undurchführbar. Die Antwort kam 1975 mit der Jak-40K, die in der Rumpfseite ein Tor öffnet, das groß genug ist, um palettierte Fracht aufzunehmen.

Wie der Umbau erfolgt

Der Innenraum ist modular gelöst: abnehmbare Sitze auf Schienen und ein Boden, der punktuellen Lasten standhält. Die Umrüstung lässt sich auf dem Flugplatz selbst und in kurzer Zeit durchführen, was es erlaubt, am Vormittag mit Passagieren und am Nachmittag mit Fracht zu fliegen. In reiner Frachtausführung steigt die maximale Nutzlast auf 3200 kg; in den dokumentierten Kombinationen werden zehn bis achtzehn Passagiere befördert, im ersten Fall mit gut zwei Tonnen und im zweiten mit etwas mehr als einer Tonne Fracht.

Sechs Jahre Parallelfertigung

Die Jak-40K wurde von 1975 bis zur Schließung der Fertigungslinie in Saratow 1981 neben den Passagierversionen gebaut. Die spanischsprachige Wikipedia ordnet sie der vierten Produktionsserie zu, jener, die auch die Aufteilung in zwei Klassen und die Erhöhung der Nutzlast einführte, sodass der Frachter weniger eine eigenständige Ableitung als vielmehr der vollständigste Ausdruck dieser letzten Entwicklungsstufe des Musters ist.

Die, die am längsten durchhielten

Der Umbau auf Fracht verlängerte die Einsatzzeit des Musters weit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem sich die Beförderung von Passagieren nicht mehr rentierte. In den Zählungen vom Ende der 2010er Jahre standen mehrere der wenigen in Kasachstan und im russischen Fernen Osten aktiven Jak-40 gerade in Frachtkonfiguration und flogen zu Zielen mit kaum vorhandener Infrastruktur, wo kein anderes Strahlflugzeug landen konnte.