Variante der Tupolev Tu-95
Tupolev Tu-95 Tu-95U
Schulungsversion, gewonnen durch Umbau überlebender Bear-A: versiegelter Bombenschacht, ohne Bewaffnungsfähigkeit und mit breitem rotem Streifen um den hinteren Rumpf.
Geschichte
Als die ersten Tu-95 und Tu-95M als Bomber überholt waren, wurde ein knappes Dutzend überlebender Zellen auf den Tu-95U-Standard umgebaut, der ausschließlich der Besatzungsausbildung diente. Der Umbau versiegelte den Bombenschacht und beseitigte die Bewaffnungsfähigkeit: Das Flugzeug behielt das Flugverhalten des Bombers, ohne als solcher eingesetzt werden zu können.
Das äußere Erkennungsmerkmal war bewusst gewählt: ein breiter roter Streifen, der um den hinteren Rumpf gemalt war. Es handelte sich nicht um ein Verbandsabzeichen, sondern um ein Verifikationsmerkmal. Der START-I-Vertrag hielt ausdrücklich fest, dass die im Westen als Bear-E bekannten, in Bear-T umbenannten und von der Sowjetunion als Tu-95U bezeichneten Maschinen als schwere Ausbildungsbomber gelten sollten; der Streifen ermöglichte es, sie bei Inspektionen mit bloßem Auge zu unterscheiden.
Die meisten dienten am Ausbildungszentrum der Fernfliegerkräfte in Rjasan. Bei der Unterzeichnung von START I 1991 gab es noch elf der Ausbildung gewidmete Tu-95U, gegenüber vierundachtzig noch im Dienst stehenden Tu-95MS und dreiundsechzig Tu-95K-22, Tu-95K und Tu-95M. Praktisch alle wurden zwischen 1991 und 1992 außer Dienst gestellt. Einige Tu-95MR für fotografische Aufklärung beendeten ihre Laufbahn ebenfalls, umgebaut auf diesen Standard.