Variante der Sukhoi Su-27
Sukhoi Su-27 Su-27UBM2
Su-27UBM2 ist die Bezeichnung, die die zweisitzigen Schulungs- und Kampfflugzeuge Su-27UB der kasachischen Luftwaffe nach ihrer Modernisierung im Rahmen des mit Belarus vereinbarten Programms erhielten. Die Arbeiten fanden weder in Russland noch in Kasachstan statt, sondern im Flugzeugreparaturwerk Nr. 558 (558 ARZ) in Baranowitschi, jener belarussischen Einrichtung, die sich im Laufe der 2000er Jahre auf die Modernisierung von Material sowjetischer Herkunft für Kunden der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten spezialisierte. Der Vertrag wurde 2007 unterzeichnet und umfasste zehn Maschinen. Die ersten modernisierten Jäger wurden im Dezember 2009 an Kasachstan übergeben und dem Fliegerhorst 604 in Taldykorgan zugeteilt, wo sie die als „Barsy Schetyssu“ (die „Leoparden des Schetyssu“) bekannte Staffel ausrüsteten. Die kasachische Luftwaffe betrieb zu jenem Zeitpunkt gut drei Dutzend Su-27S und Su-27UB, und es war noch nicht entschieden, ob die gesamte Flotte denselben Weg gehen würde. Die Su-27UBM2 behält Zelle, Antrieb und die zweisitzige Tandemkonfiguration der Su-27UB bei: Es handelt sich nicht um ein neues Flugzeug, sondern um eine überholte Zelle mit verlängerter Nutzungsdauer und einem zusätzlichen Ausrüstungspaket. Die Bezeichnung taucht in kasachischen Zulassungsregistern auf — etwa bei der Maschine mit der Rumpfnummer 52, Werknummer 96310415083 —, was bestätigt, dass es sich nicht um eine rein journalistische Etikettierung handelt, sondern um eine Bezeichnung, die konkreten im Dienst stehenden Flugzeugen zugeordnet ist. Wichtig ist, diese Su-27UBM2 nicht mit den russischen Modernisierungen der Su-27SM-Familie oder mit den neu gebauten Ableitungen (Su-30, Su-35) zu verwechseln: Es handelt sich um ein Programm zur Aufrüstung einer bestehenden Flotte mit begrenztem Umfang und nur einem Kunden.
Geschichte
Ursprung des Programms
Nach der Auflösung der Sowjetunion erbte Kasachstan einen Bestand an Su-27, ohne über die Industrie zu verfügen, die sie auf dem neuesten Stand halten konnte. Das Werk Nr. 558 in Baranowitschi, Belarus, füllte diese Lücke: Reparatur höherer Stufe, Verlängerung der Nutzungsdauer und Nachrüstung moderner Ausrüstung auf sowjetischen Zellen. Der kasachisch-belarussische Vertrag von 2007 beauftragte dieses Werk mit der Modernisierung von zehn Flugzeugen.
Lieferungen und Zieleinheit
Die ersten modernisierten Maschinen kehrten im Dezember 2009 nach Kasachstan zurück. Sie wurden dem Fliegerhorst 604 in Taldykorgan, Staffel „Barsy Schetyssu“, zugeteilt. Die kasachische Flotte aus Su-27S und Su-27UB umfasste damals rund dreieinhalb Dutzend Maschinen, ohne dass angekündigt wurde, ob alle denselben Prozess durchlaufen würden.
Verhältnis zur Su-27M2
Die kasachischen Einsitzer, die demselben Programm unterzogen wurden, erhielten die Bezeichnung Su-27M2, während die zweisitzigen Su-27UB zu Su-27UBM2 wurden. Beide Bezeichnungen gehören somit zu demselben Vertrag und demselben Werk; sie unterscheiden sich nur im Ausgangsmuster.
Dokumentarische Lücken
Detaillierte Beschreibungen des Ausrüstungspakets (Radar, elektronische Kampfführung, Zielbehälter, Präzisionswaffen) kursieren vor allem in Foren und Pressenotizen ohne überprüfbare Primärquelle und werden deshalb hier nicht aufgeführt. Ebenso fehlt eine öffentliche Bestätigung der Gesamtzahl der letztlich modernisierten Flugzeuge über die zehn des ursprünglichen Vertrags hinaus.