Variante der Lockheed U-2

Lockheed U-2 U-2F

Version mit Luftbetankungsfähigkeit, abgeleitet von der U-2C, mit dem J75-Triebwerk; fünf Zellen wurden umgebaut. Die Betankung von einer KC-97 oder KC-135 aus verdoppelte nahezu die Reichweite des Flugzeugs, wurde aber kaum genutzt, da die Pilotenermüdung eine Grenze setzte, die die Konstruktion nicht berücksichtigt hatte.

Eintrag zur Lockheed U-2

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Gebaute Exemplare

Geschichte

Eine Reichweite, die der Pilot nicht nutzen konnte

Im Mai 1961 rüstete Lockheed, um den bereits beträchtlichen Aktionsradius der U-2 weiter zu vergrößern, sechs Flugzeuge der CIA und mehrere der USAF mit einer Luftbetankungsausrüstung aus, die Treibstoff von einer KC-97 oder einer KC-135 übernehmen konnte. Der Effekt auf dem Papier war spektakulär: Die Reichweite stieg von etwa 4.000 auf 8.000 nautische Meilen – von 7.400 auf 15.000 Kilometer – und die Flugdauer überstieg vierzehn Stunden. Jedes umgerüstete Flugzeug erhielt zudem eine zusätzliche Sauerstoffflasche.

Bezeichnungen

Der Umbau brachte je nach Triebwerk zwei parallele Bezeichnungen hervor: Die Flugzeuge mit dem J57 wurden in U-2E umbenannt, während jene, die bereits das J75 trugen, als U-2F redesignet wurden. Die U-2H, von der nur ein einziges Exemplar existierte, verband die Luftbetankung mit der Fähigkeit, von einem Flugzeugträger aus zu operieren.

Kaum reale Nutzung

Der Umbau löste ein technisches Problem und ignorierte ein menschliches: Niemand hatte die Pilotenermüdung in einem druckanzugbeatmeten Cockpit während mehr als eines halben Flugtages berücksichtigt, sodass die Betankungsfähigkeit kaum genutzt wurde. Ihre Spur ist an konkreten Flugzeugen sichtbar: Der Article 347 des National Air and Space Museum trug zeitweise die Betankungssonde und flog während dieser Zeit als U-2F.