Variante der Junkers F 13

Junkers F 13 Junkers-Larsen JL-12

Einziges Erdkampf-Derivat der F 13, entstanden durch den Umbau einer amerikanischen JL-6. Gepanzert, mit Liberty-L-12-Motor und einer nach unten durch den Rumpf feuernden Maschinengewehrbatterie, kam sie nicht über das Angebotsstadium hinaus.

Eintrag zur Junkers F 13

Bild folgt
1
Gebaute Exemplare

Geschichte

Vom Verkehrsflugzeug zum Angriffsflugzeug

Larsen baute eine JL-6 zu einem militärischen Erdkampfflugzeug um und bot es der US-Armee an. Der Ansatz war radikal für ein als Passagiertransport konzipiertes Flugzeug: Es erhielt eine Panzerung, der Motor wurde durch einen Liberty L-12 mit rund 400 PS ersetzt, und es wurde eine nach unten gerichtete Batterie automatischer Waffen eingebaut, um Bodenziele zu bekämpfen, ohne auf sie herabtauchen zu müssen.

Die Bewaffnung

Die Idee eines Flugzeugs, das den Boden mit in Schrägstellung nach unten fixierten Waffen bestrich, entsprach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, in dem der Angriff auf Bodentruppen in sehr exponierten Tiefflügen erfolgte. Die Quellen widersprechen sich über die genaue Anzahl der eingebauten Waffen, stimmen aber darin überein, dass es sich um eine im Rumpf untergebrachte Batterie von Maschinenpistolen oder Maschinengewehren handelte.

Ohne Fortsetzung

Die US-Armee zeigte wenig Interesse, und die JL-12 wurde nicht weiterentwickelt. Es blieb bei einem einzigen umgebauten Exemplar, und es ist der einzige dokumentierte Vorstoß der F 13 in den Bereich des als solches konzipierten Kampfflugzeugs.

Ein aufschlussreicher Kontrast

Hugo Junkers hatte die F 13 ausdrücklich als Zivilflugzeug ohne militärische Erwägungen konzipiert. Dass man in den Vereinigten Staaten versuchte, sie in ein Angriffsflugzeug zu verwandeln, sagt weniger über das Design aus als über den Nachkriegs-Luftfahrtmarkt, der von überzähligen Militärflugzeugen übersättigt und arm an zivilen Käufern war.