Variante der Fokker F27 Friendship
Fokker F27 Friendship F27 Maritime Enforcer
Bewaffnete Seeaufklärungsversion der F27 Maritime, mit Rumpf- und Flügelpylonen für Torpedos, Wasserbomben und Raketen; von der Royal Thai Navy geflogen.
Eintrag zur Fokker F27 Friendship
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Geschichte
Ursprünge: von der unbewaffneten Maritime zum bewaffneten Enforcer
Die F27 Maritime Enforcer ist die bewaffnete Seeaufklärungsversion der Fokker F27 Friendship; ihre unbewaffnete Schwester ist die F27 Maritime, auch als F27 200-MAR geführt. Fokker begann 1975 mit der Untersuchung der Patrouillenvariante, mit Küstenwachen und Luftstreitkräften im Blick, die ein Flugzeug mit gutem Verhältnis von Kosten und Wirksamkeit für Küstenüberwachung, Fischereischutz, Such- und Rettungsdienst und Umweltkontrolle benötigten. Der erste Demonstrator F27MPA (Maritime Patrol Aircraft), ein modifiziertes Zivilflugzeug, absolvierte seinen Erstflug im Februar 1976.
Die Serien-Maritime trug ein Radar Litton APS-504(V)2 in einem Radom an der Rumpfunterseite und eine Besatzung von sechs Personen. Zu den Kunden gehörten die peruanische Marine (zwei), die thailändische Marine (drei, für die Mitführung von Bewaffnung ausgerüstet) und die Luftstreitkräfte von Angola (eine), den Philippinen (drei), Nigeria (zwei), den Niederlanden (zwei) und Spanien (drei).
Was der Enforcer hinzufügte
Auf dieser Grundlage bot Fokker die Maritime Enforcer für bewaffnete Überwachung sowie Anti-Schiffs- und U-Boot-Abwehr an. Zusätzlich zur Missionsausrüstung der Maritime brachte sie verbesserte Avionik, aktive und passive Sonarbojen, einen Magnetanomaliedetektor (MAD) und weitere Missionsausrüstung mit und war für Unterflügellasten vorbereitet, die jeder Kunde selbst wählte. Was sie von der Maritime unterscheidet, ist vor allem diese Fähigkeit, Waffen zu tragen: Befestigungspunkte unter den Tragflächen für Bomben und Raketen.
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Das thailändische Exemplar zeigt, wie das in der Praxis aussah: zwei Stummelpylone an den Rumpfseiten und sechs Unterflügelpylone für verschiedene Lasten, darunter Torpedos, Wasserbomben und Raketenbehälter. Die Royal Thai Navy bezeichnet sie als F.27 Mk 200ME Maritime Enforcer, das heißt, aufgebaut auf der Mk-200-Version der Friendship.
Ein Verkehrsflugzeug wird zum Patrouillenflugzeug
Air International stellte sie als klassisches Beispiel dafür hin, wie ein Regionalverkehrsflugzeug für die Seepatrouille umgebaut werden kann: Ein umgebautes Verkehrsflugzeug bietet den Betreibern nützliches Kabinenvolumen für Personal und Ausrüstung, sparsame Betriebskosten und geringe Entwicklungskosten. Der Hochdecker-Flügel und die geräumige Kabine der Friendship ließen Platz für Bedienkonsolen, ohne die Struktur neu konstruieren zu müssen.
Betreiber und kommerzielles Ergebnis
Der einzige in dem Material dokumentierte Betreiber der Enforcer ist die Royal Thai Navy, die sie neben ihren Transportflugzeugen F27 Mk 400M flog. Die Verkäufe der Seepatrouillen-Familie blieben hinter den Hoffnungen von Fokker zurück: Eine allgemeine Zunahme der Einsätze zum Schutz der Hoheitsgewässer schien einen Markt zu eröffnen, doch die Bestellungen blieben aus, und insgesamt wurden 15 Maritime verkauft, wobei diese Zahl die unbewaffneten Versionen einschließt. Die Quellen nennen weder eine Stückzahl gebauter Enforcer noch das Datum ihres Erstflugs.
Im Rahmen der Spezialmissions-Palette
Fokker bot die Enforcer neben anderen speziellen F27-Varianten an: der Sentinel für Überwachung und Fernaufklärung mit einem seitlich blickenden Bordradar (SLAR) APS-135(V) unter dem Rumpf und der Kingbird, einem vorgeschlagenen Frühwarnflugzeug mit seinem Radar in einem einziehbaren Radom an der Rumpfunterseite. Die Enforcer war in dieser Palette die bewaffnete Option.
Nachfolger
Nach der F27 übertrug Fokker die Formel auf die Fokker 50 mit der Maritime Enforcer Mk 2, die im Dezember 1992 erstmals flog und die Vorrüstung für externe Lasten für U-Boot- und Anti-Schiffs-Einsätze beibehält; sie ist eine Ableitung eines anderen Modells, der Fokker 50, und nicht der F27.
Multimedia
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