Variante der Consolidated B-24 Liberator

Consolidated B-24 Liberator Liberator GR Mk.V

Seeaufklärungsversion des RAF Coastal Command, abgeleitet von der B-24D, mit Radar, Leigh-Scheinwerfer und bei einigen Maschinen acht Raketenwerfern: das Flugzeug, das die Atlantik-Lücke schloss.

Eintrag zur Consolidated B-24 Liberator

Bild folgt

Geschichte

Der Liberator GR Mk.V war die Seeaufklärungsversion, die das RAF Coastal Command in der U-Boot-Abwehr einsetzte. Er leitete sich von der B-24D mit mehr Treibstoff und weniger Panzerung ab, war nach dem Muster der Mk.III bewaffnet und führte Radar – bei einigen Maschinen unter dem Bug montiert – sowie einen Leigh-Scheinwerfer zur Beleuchtung aufgetauchter U-Boote bei Nachtangriffen.

Sein Beitrag war entscheidend in der Atlantikschlacht. Die Staffel Nr. 120 des Coastal Command war die erste RAF-Einheit mit einem Flugzeug ausreichender Reichweite, um die „Mittelatlantik-Lücke“ abzudecken, jenen Ozeanstreifen, der bis dahin außerhalb der Reichweite landgestützter Luftfahrzeuge lag und in dem deutsche U-Boote die Konvois nahezu ohne Luftabwehr angriffen. Das Schließen dieser Lücke war einer der Faktoren, die den Feldzug zugunsten der Alliierten wendeten.

Einige GR Mk.V wurden mit acht Nullängen-Raketenwerfern ausgerüstet, vier unter jeder Tragfläche; andere erhielten Halterungen an den Seiten des unteren vorderen Rumpfes für acht RP-3-Raketenschienen. Ein Liberator-Pilot des Coastal Command, der neuseeländische Flugoffizier Lloyd Trigg, erhielt posthum das Victoria-Kreuz für einen erfolgreichen Angriff auf ein deutsches U-Boot vor Westafrika im Jahr 1943; seine Auszeichnung wurde, ein einmaliger Fall, auf Empfehlung des feindlichen Kapitäns selbst und weiterer Zeugen verliehen.