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Wo erprobte Deutschland um 1930 seine Jagdflugzeug-Prototypen, fern vom eigenen Staatsgebiet?

Kurze Antwort

In Lipetsk: Deutschland verfügte dort, in der Sowjetunion, über einen Stützpunkt, auf dem 1931 zwei Arado Ar 64 erprobt wurden. Zwischen Juli und August jenes Jahres kam der erste Prototyp des Jagdflugzeugs in simulierten Luftkämpfen gegen die Heinkel HD 38 und die Fokker D.XIII zum Einsatz. Dieser Prototyp war im Frühjahr 1930 geflogen.

Wo erprobte Deutschland um 1930 seine Jagdflugzeug-Prototypen, fern vom eigenen Staatsgebiet?
Arado 64 San Diego Air & Space Museum

Ein Jagdflugzeug als Nachfolger der Fokker D.XIII

Der als Ar 64 bezeichnete Entwurf leitete sich von den früheren Arado SD II und SD III ab und wurde entwickelt, um die Forderung des Reichswehrministeriums nach einem Nachfolger des Jagdflugzeugs Fokker D.XIII zu erfüllen. Der Prototyp absolvierte seinen Erstflug im Frühjahr 1930. Er war eines der ersten Jagdflugzeuge, die gebaut wurden, als Deutschland die Beschränkungen des Versailler Vertrags abstreifte und mit der Wiederaufrüstung begann.

Lipetsk, deutscher Stützpunkt in der Sowjetunion

1931 gingen zwei Ar 64 zur Erprobung auf den deutschen Stützpunkt Lipetsk in der Sowjetunion über: die D-2470 (Werknummer 65) und die D-2338 (Werknummer 66). Zwischen Juli und August jenes Jahres kam der erste Prototyp der Ar 64 in simulierten Luftkämpfen gegen die Heinkel HD 38 und die Fokker D.XIII zum Einsatz.

Ein Jagdflugzeug, das nie in Dienst kam

Die Ar 64 war der erste Jagdflugzeugentwurf von Arado, der über das Prototypenstadium hinauskam, wenngleich sie nie in Dienst gestellt wurde, da sie von der Ar 65 übertroffen wurde. Das Muster, das tatsächlich in Dienst kam, war eben diese Ar 65 mit BMW-Antrieb. Alle Ar 64 bis auf zwei erhielten den Sternmotor Gnome-Rhône Jupiter, den Siemens in Lizenz baute.

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