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Wo befanden sich die Höhenruder der Vulcan B.1, wenn sie kein Höhenleitwerk hatte?
Kurze Antwort
Am Hinterrand des Flügels selbst. Die Vulcan B.1 hatte vier Höhenruder im inneren Bereich und vier Querruder im äußeren Bereich; das Leitwerk bestand nur aus einer Seitenflosse und einem Seitenruder. Bei der B.2 wurden diese acht Flächen durch acht Elevons ersetzt, die beide Funktionen übernahmen.
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Ein Flügel, der auch als Leitwerk diente
Die Vulcan war ein Delta ohne Höhenleitwerk. Die einzige Leitwerksfläche war eine große vertikale Seitenflosse mit einem einzigen Seitenruder an ihrer Hinterkante. Die Steuerung in Nick- und Rollrichtung musste daher vom Flügel ausgehen, der bei einem Delta eine lange, weit vom Schwerpunkt entfernte Hinterkante besitzt, wodurch er wie ein Leitwerk wirken kann.
Acht Flächen bei der B.1
Bei der Vulcan B.1 trug die Hinterkante des Flügels vier Höhenruder im inneren Bereich und vier Querruder im äußeren Bereich, alle servounterstützt. Die Höhenruder steuerten das Nicken und die Querruder das Rollen, wie bei jedem Flugzeug, obwohl sie an derselben Flügelkante montiert waren. Das Flugzeug verfügte außerdem über sechs elektrische Luftbremsen mit drei Stellungen: eingefahren, mittlerer Widerstand und hoher Widerstand.
Elevons bei der B.2
Die Vulcan B.2 vereinfachte diese Anordnung: Sie ersetzte die vier Höhenruder und vier Querruder durch acht Elevons, Flächen, die beide Funktionen kombinieren und sich gemeinsam zum Nicken oder gegenläufig zum Rollen bewegen. Das war eine der Änderungen des größeren, dünneren Phase-2C-Flügels, mit dem der zweite Prototyp VX777 im August 1957 flog.
Die Höhenruder der B.1 spielten auch eine Rolle für die Sicherheit: ein automatischer Mach-Trimmer legte bei übermäßig steigender Geschwindigkeit Höhenruder nach oben, um der Tendenz des Flugzeugs entgegenzuwirken, in einen Sturzflug zu gehen.
Das Flugzeug entstand aus der Spezifikation B.35/46 des britischen Ministeriums für Beschaffung.
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