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Was war das erste zertifizierte viermotorige Flugzeug im Nachkriegsdeutschland?
Kurze Antwort
Eine Lockheed L-1049G Super Constellation der Lufthansa, die D-ALAK, die am 1. April 1955 als erstes viermotoriges Flugzeug im Nachkriegsdeutschland die Musterzulassung erhielt. Mit einer L-1049G eröffnete die Lufthansa am 8. Juni 1955 ihre Transatlantikstrecke Düsseldorf–Shannon–New York.

Die Super G
Die erfolgreichste Version der Super Constellation war die L-1049G, bekannt als Super G, von der 99 Exemplare verkauft wurden, 38 davon Umbauten von L-1049E. Die erste L-1049G flog am 7. Dezember 1954 und ging im Januar 1955 bei Northwest Airlines in den Linienbetrieb. Um die Reichweite zu erhöhen, konnte sie Flügelspitzentanks mit je 2.270 Litern tragen.
Die D-ALAK und die neue Lufthansa
Die nach dem Krieg neu gegründete Lufthansa wählte die Super G, um auf die Langstrecken zurückzukehren. Ihre D-ALAK erhielt am 1. April 1955 die Musterzulassung als erstes viermotoriges Flugzeug im Nachkriegsdeutschland. Am 8. Juni 1955 eröffnete die Lufthansa mit einer L-1049G den Transatlantikverkehr auf der Strecke Düsseldorf–Shannon (Irland)–New York. Die D-ALAK hatte kein langes Leben: Sie stürzte im Januar 1959 beim Anflug auf Rio de Janeiro ab.
Eine Langstreckenfamilie
Die Super Constellation entstand durch die Verlängerung der ursprünglichen Constellation: 1950 fügte Lockheed 5,59 m zum Rumpf hinzu, verstärkte die Struktur, baute eckige Fenster und stärkere Wright-R-3350-Triebwerke ein, und das neue Modell flog am 13. Oktober jenes Jahres. Nach der G kam 1957 die letzte Version der L-1049-Baureihe, die L-1049H, konzipiert für den gemischten Fracht- und Passagiertransport. In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre war die Super Constellation eines der fortschrittlichsten Kolbenflugzeuge auf den Ozeanrouten, bevor Düsenflugzeuge sie verdrängten. Die erste Serie von nur 24 Flugzeugen ging an Eastern Air Lines (14) und TWA (10), und zu den Kunden der L-1049C zählten Air France, KLM, Qantas und Trans-Canada Air Lines. Von 1950 bis November 2023 verzeichnete die L-1049 insgesamt 111 Totalverluste.
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