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Was ist der Coandă-Effekt bei der An-72?

Kurze Antwort

Die An-72 nutzt den Coandă-Effekt, indem die Triebwerksabgase über die Flügeloberseite geleitet werden, um den Auftrieb zu erhöhen und die STOL-Leistung zu verbessern. Dafür sind die Triebwerke hoch über dem Flügel und relativ nahe an der Längsachse angebracht.

Was ist der Coandă-Effekt bei der An-72?
Pioneer RQ-2A UAV

Abgase über der Flügeloberseite

Die An-72 nutzte den Coandă-Effekt, um ihre Kurzstart- und Kurzlandeleistung (STOL) zu verbessern, indem die Triebwerksabgase über die Flügeloberseite geleitet wurden, um den Auftrieb zu erhöhen. Diese Lösung bestimmte die Triebwerksanordnung: Sie wurden relativ hoch über dem Flügel und relativ nahe an der Längsachse montiert, was es dem Flugzeug ermöglichte, den Coandă-Effekt zu nutzen.

Ein STOL-Transporter der 1970er Jahre

Die Konstruktionsarbeiten an der An-72 begannen Anfang der 1970er Jahre, wahrscheinlich als Antwort der Sowjetunion auf das US-amerikanische AMST-Programm, Advanced Medium STOL Transport. Das Flugzeug wurde mit relativer Geheimhaltung als Kurzstart- und Kurzlandetransporter entwickelt. Sein Erstflug fand am 31. August 1977 statt. Die An-72 war das erste Strahlflugzeug der Antonov-Familie.

Ein weiterer Grund, die Triebwerke anzuheben

Bei der An-32 wurden die Triebwerke dagegen 1,5 m über dem Flügel angehoben, um Schäden durch Fremdkörper auf rauen, unbefestigten Landebahnen zu vermeiden. Dort ermöglichte die hohe Anordnung der Triebwerksgondeln Propeller mit größerem Durchmesser, angetrieben von Ivchenko-AI-20-Turboprops, die fast doppelt so viel Leistung liefern wie die AI-24 der An-26.

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