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Warum nahm Aeroflot die An-10 nach dem Unfall von 1972 außer Dienst?

Kurze Antwort

Aeroflot hat seine An-10 nicht 1972, sondern 1973 ausgemustert. Am 18. Mai 1972 stürzte der Aeroflot-Flug 1491, eine An-10A, im Anflug auf Charkiw ab, weil sich beide Tragflächen infolge eines Ermüdungsbruchs im Mittelteil lösten; 122 Menschen an Bord kamen ums Leben. Nach diesem Unglück setzte Aeroflot den Typ nicht mehr ein.

Warum nahm Aeroflot die An-10 nach dem Unfall von 1972 außer Dienst?
Felis catus Katze im SchneeVon.grzanka (CC BY SA), vía commons

Der Unfall von Charkiw

Am 18. Mai 1972 stürzte der Aeroflot-Flug 1491, eine An-10A mit dem Kennzeichen CCCP-11215, beim Anflug auf den Flughafen Charkiw ab, nachdem sich beide Flügel durch einen Ermüdungsbruch im mittleren Flügelpaneel gelöst hatten; alle 122 Personen an Bord kamen ums Leben. Der Unfall wurde durch Risse in den Holmen, den Stringern und den Flügelwurzelpaneelen verursacht, die zum Versagen beider Flügel führten.

Eine Flotte mit Rissen

Das Problem betraf nicht nur ein einzelnes Flugzeug: Bei vielen der verbleibenden Maschinen wurden Ermüdungsrisse in den Stringern des mittleren Flügelbereichs festgestellt. Aeroflot stellte den Betrieb der An-10 nach dem Unfall ein und zog die Flugzeuge 1973 aus dem Linienverkehr zurück.

Das Programm, das so endete

Das Konstruktionsbüro war seit 1952 in Kyiv ansässig, einer Stadt mit einer reichen Luftfahrtgeschichte und einer nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebauten Flugzeugbau-Infrastruktur. Der Prototyp, der den Namen Ukraina erhielt, flog erstmals im März 1957. Das Flugzeug ging im Juli 1959 auf den Strecken zwischen Simferopol, Moskau und Kyiv in Dienst, die Version An-10A mit verlängertem Rumpf folgte im Februar 1960.

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