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Wer bestellte die AMX?
Kurze Antwort
Die AMX entstand aus einer Forderung der italienischen Luftwaffe: Anfang 1977 verlangte sie 187 Angriffsjäger als Ersatz für ihre Aeritalia G.91. 1980 kündigte die brasilianische Regierung an, dem Programm beizutreten, um ihre Aermacchi MB-326 zu ersetzen, und im Juli 1981 einigten sich beide Länder auf gemeinsame Anforderungen und luden Embraer zur industriellen Partnerschaft ein.

Eine italienische Forderung von 1977
Anfang 1977 stellte die italienische Luftwaffe die Forderung, aus der die AMX hervorgehen sollte: 187 neu gebaute Angriffsjäger. Die Anfrage war nicht abstrakt, denn das gesuchte Flugzeug hatte bereits einen Empfänger innerhalb der italienischen Flotte selbst, die Aeritalia G.91, die es ersetzen sollte. Der ursprüngliche Auftrag war daher sowohl im Auftraggeber als auch im Zweck rein italienisch: ein Angriffsflugzeugtyp, den die italienische Luftwaffe im Dienst hatte, sollte abgelöst werden, mit einer von Anfang an festgelegten konkreten Anzahl neuer Flugzeuge.
Brasilien steigt 1980 ein
Drei Jahre später hörte das Programm auf, rein national zu sein. 1980 kündigte die brasilianische Regierung ihre Absicht an, sich daran zu beteiligen, und zwar mit einem anderen Bedarf als dem italienischen: Brasilien suchte einen Ersatz für die Aermacchi MB-326. Zwei Luftwaffen mit unterschiedlichen Flotten und Problemen begannen so, dieselbe Entwicklung zu teilen, was eine Abstimmung ihrer Spezifikationen erforderlich machte. Dieser Schritt wurde im Juli 1981 abgeschlossen, als sich die italienische und die brasilianische Regierung auf gemeinsame Anforderungen für das Flugzeug einigten. In derselben Phase wurde Embraer eingeladen, der industriellen Partnerschaft des Programms beizutreten, sodass sich Brasiliens Beteiligung nicht auf die Auftraggeberseite beschränkte, sondern auch die Fertigung umfasste.
AMX International, das Unternehmen hinter dem Flugzeug
Die gewählte Formel, um das Projekt voranzutreiben, war ein italienisch-brasilianisches Gemeinschaftsunternehmen, AMX International, das ausdrücklich für das Programm gegründet wurde. Zu seinen Aufgaben zählten die Entwicklung des Flugzeugs, seine Fertigung und seine Vermarktung – das heißt, alle drei Phasen des Industriezyklus blieben innerhalb derselben binationalen Struktur, die aus dem Abkommen von 1981 entstanden war.
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