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Mit welchem Argument wurde ein 300-Plätze-Flugzeug für Europa begründet?
Kurze Antwort
Das Argument betraf die industrielle Größenordnung: Man erkannte, dass, wenn jeder europäische Hersteller gleichzeitig ähnliche Flugzeuge auf den Markt brächte, keiner das nötige Verkaufsvolumen erreichen würde, um wirtschaftlich zu sein. Hinzu kamen um 10 % bis 20 % höhere britische Kosten wegen kurzer Produktionsserien.

Der Ausgangspunkt im Jahr 1965
Das Airbus-Programm nahm 1965 offiziell Gestalt an, als Frankreich und Westdeutschland Gespräche über eine gemeinsame Anstrengung zur Entwicklung eines Transportflugzeugs mit hoher Kapazität und kurzer Reichweite aufnahmen. Auf der Pariser Luftfahrtschau jenes Jahres legten die großen europäischen Fluggesellschaften ihre Anforderungen an einen neuen „Airbus" fest, der 100 oder mehr Passagiere auf kurzen und mittleren Strecken kostengünstig befördern sollte. Im September 1967 unterzeichneten Flugzeughersteller aus Frankreich, Westdeutschland und dem Vereinigten Königreich eine erste Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines innovativen großen Verkehrsflugzeugs.
Das industrielle Argument
Man erkannte, dass, wenn jeder der europäischen Hersteller gleichzeitig ähnliche Flugzeuge auf den Markt bringen würde, keiner das nötige Verkaufsvolumen erreichen würde, um sie wirtschaftlich zu machen. Im britischen Fall lagen die Produktionskosten aufgrund der kurzen Produktionsserien zwischen 10 % und 20 % über denen ihrer amerikanischen Gegenstücke.
Von 300 Plätzen zum A300B
Das ursprüngliche Konzept mit 300 Plätzen, Airbus A300 genannt, stieß bei den Fluggesellschaften nur auf begrenztes Interesse, vor allem weil das geplante Triebwerk Rolls-Royce RB207 sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befand und ein erhebliches Risiko darstellte. Die Partner reduzierten den Entwurf daraufhin auf eine Version mit 250 Plätzen, zunächst A250 und später A300B genannt, ein Verkehrsflugzeug, das bereits vorhandene Triebwerke verwenden konnte.
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