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Bis wann flog eine umgebaute Sunderland im Linienverkehr?
Kurze Antwort
Bis 1974: Ansett Flying Boat Services setzte die Short Sandringham im Linienverkehr zwischen Sydney (Rose Bay) und Lord Howe Island ein. Die Sandringham war die vom Hersteller selbst umgesetzte zivile Version der Sunderland. Antilles Air Boats flog sie mit Passagieren bis in die 1970er Jahre.

Vom militärischen Flugboot zum Passagierflugzeug
Eine ausgereiftere zivile Umrüstung der Sunderland wurde vom Hersteller selbst als die Nachkriegsversion Short Sandringham umgesetzt. Die Sandringham Mk. I verwendete Pegasus-Triebwerke, während die Mk. II Twin-Wasp-Motoren trug. Umgebaute Sunderlands nahmen im März 1943 den Betrieb bei BOAC auf der Strecke zwischen Poole Harbour (Dorset) und Lagos, Nigeria, auf. 1946 erkannte BOAC, dass ihre Flugbootflotte für alle geplanten Strecken nicht ausreichte, und gab ihre erste Bestellung für die Sandringham auf. Im folgenden Jahr nahm die Sandringham 5 bei BOAC den Dienst auf; das Unternehmen nannte sie „Plymouth class" und setzte sie vor allem auf den Fernost-Strecken von Southampton über Alexandria nach Hongkong und Tokio ein.
Die Betreiber im Pazifik
Die neuseeländische Fluggesellschaft TEAL war ein weiterer früher Betreiber der Sandringham, die sie hauptsächlich auf der Strecke Auckland-Sydney und auf Flügen zu verschiedenen Pazifikinseln einsetzte. 1950 führte Qantas das erste von fünf Flugzeugen ein, die von der Flugbootbasis Rose Bay im Hafen von Sydney zu Zielen in Neukaledonien, den Neuen Hebriden, Fidschi, Neuguinea und Lord Howe Island flogen; zwei davon wurden von TEAL und die anderen drei von BOAC gekauft. Qantas hielt sie bis 1955 im Linienbetrieb.
Der letzte Linienverkehr
Ansett Flying Boat Services setzte die Sandringham bis 1974 im Linienverkehr zwischen Sydney (Rose Bay) und Lord Howe Island ein. Einer der letzten Betreiber der Sandringham war Antilles Air Boats auf den karibischen Virgin Islands, die sie bis in die 1970er Jahre im Linienpassagierverkehr einsetzte.
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