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Astronauten wie lange im all?
Kurze Antwort
Übliche Langzeiteinsätze auf der ISS dauern etwa ein halbes Jahr; Alexander Gerst blieb 166 und 197 Tage oben. Der längste Einzelflug eines US-Astronauten dauerte 371 Tage (Frank Rubio), der Weltrekord liegt bei 437 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten und 31 Sekunden von Valeri Poljakow auf der Mir.
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Der Rhythmus der Raumstation
Langzeitaufenthalte an Bord der Internationalen Raumstation folgen einem festen Takt: Eine Besatzung übernimmt, arbeitet ein gutes halbes Jahr und wird ausgetauscht. Die beiden Flüge des ESA-Astronauten Alexander Gerst zeigen die typische Länge – 166 Tage bei Blue Dot 2014, weitere 197 Tage bei Horizons 2018. Verschiebungen im Startplan, technische Probleme am Rückkehrschiff oder zusätzliche Übergabezeit verlängern solche Aufenthalte regelmäßig um Wochen, weshalb Vorräte und Ersatzkleidung mit Reserve geplant werden.
Wenn ein Flug unfreiwillig länger wird
Frank Rubio erlebte den Extremfall dieser Logik. Ein Kühlmittelleck an seinem ursprünglichen Rückkehrschiff dehnte seinen Einsatz auf 371 Tage aus, den längsten Einzelflug eines US-Astronauten; den vorherigen Wert von 355 Tagen hatte Mark Vande Hei gehalten. Rubio umrundete die Erde dabei etwa 5.936 Mal und legte mehr als 157 Millionen Meilen zurück. Solche Verlängerungen sind medizinisch beherrschbar, verlangen aber zusätzliche Trainingszeit gegen Knochen- und Muskelabbau und eine neue Planung der Experimente.
Die Bestmarke stammt von der Mir
Der Weltrekord ist mehr als drei Jahrzehnte alt. Der Arzt Valeri Poljakow blieb vom 8. Januar 1994 bis zum 22. März 1995 an Bord der Station Mir, insgesamt 437 Tage, 17 Stunden, 58 Minuten und 31 Sekunden. Über zwei Flüge summierte er 678 Tage, 16 Stunden, 33 Minuten und 18 Sekunden im All. Der Aufenthalt diente vor allem der Frage, wie sich ein Körper über eine Zeitspanne verhält, die einem Flug zu einem anderen Planeten entspricht – ein Grund, warum die Daten dieses Flugs noch heute ausgewertet werden.
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