Variante der Focke-Wulf Fw 190

Focke-Wulf Fw 190 Fw 190 A-3

Version mit dem 1.700-PS-Triebwerk BMW 801 D-2, die die Umrüst-Bausatz-Familie von Unterversionen eröffnete: Jagdbomber, Aufklärer und Raketenträger. Eine A-3 landete irrtümlich in Wales und enthüllte den Typ der RAF.

Eintrag zur Focke-Wulf Fw 190

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Geschichte

Die A-3 führte den Motor BMW 801 D-2 ein, der die Startleistung auf 1.700 PS (1.300 kW) anhob und zum Standardtriebwerk fast der gesamten sternmotorigen Baureihe werden sollte. Sie behielt die Bewaffnung der A-2 bei, mit zwei MG 17 im Rumpf, zwei MG 151/20E an den Flügelwurzeln und zwei MG FF/M im äußeren Flügel.

An dieser Version wurden erstmals die werksseitigen Umrüstbausätze, die Umrüst-Bausatz, erprobt, die die Einsatzrollen des Jägers vervielfachen sollten. Die A-3/U1 führte den um fünfzehn Zentimeter verlängerten Triebwerksträger ein, der später bei der A-5 zum Standard wurde; die A-3/U2 erhielt Halterungen für 73-mm-RZ-65-Raketen unter den Flügeln, mit drei Raketen je Flügel; die A-3/U3 war der erste Jagdbomber, mit einem ETC-501-Rumpfträger für bis zu 500 kg Bomben oder einen 300-Liter-Abwurftank; und die A-3/U4 diente als Aufklärungsversion, mit zwei RB-12,5-Kameras im hinteren Rumpf und einer Reihenbildkamera an der Nasenkante der linken Flügelwurzel.

Die A-3 war auch die erste exportierte Version: Im Herbst 1942 wurden zweiundsiebzig neue Flugzeuge unter der Bezeichnung A-3a an die Türkei geliefert, in dem Bemühen, das Land dem Achsenbündnis geneigt zu halten; die Auslieferungen erstreckten sich von Oktober 1942 bis März 1943. Und es war eine A-3, die den Briten die Geheimnisse des Typs enthüllte: Im Juni 1942 landete Oberleutnant Armin Faber vom JG 2 sein Flugzeug irrtümlich auf einem britischen Flugplatz, sodass die RAF es untersuchen und die neue Spitfire Mk IX gegen sie testen konnte.